Streik in Griechenland wegen Sparprogramm
publiziert: Mittwoch, 10. Feb 2010 / 08:21 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Feb 2010 / 10:56 Uhr
Der griechische Finanzminister: Giorgos Papakonstantinou
Der griechische Finanzminister: Giorgos Papakonstantinou

Athen - Die Entschlossenheit der griechischen Regierung zu schmerzhaften Reformen wird heute auf die Probe gestellt: Mit einem grossangelegten Streik protestiert der öffentliche Dienst gegen ein geplantes Sparprogramm.

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Für 24 Stunden sollen Flughäfen, Einrichtungen der Regierung und Schulen geschlossen bleiben, während in den Spitälern nur eine Notbesetzung zum Dienst antritt.

«Sie haben versprochen, dass die Reichen zahlen sollen, aber stattdessen nehmen sie es von den Armen», sagte der Generalsekretär der Gewerkschaft Adedy, Ilias Iliopoulos. «Es ist diese Politik, die wir bekämpfen, nicht der Versuch, die Krise zu überwinden.»

EU-Politiker, Investoren und Rating-Agenturen werden die Reaktion der griechischen Regierung aufmerksam verfolgen. Diese plant eine Steuerreform, die Besserverdienende stärker zur Kasse bittet.

Papakonstantinou kündigt Gehältereinfrierung an

Finanzminister Giorgos Papakonstantinou kündigte am Dienstag zudem an, die Gehälter im öffentlichen Dienst einzufrieren und unter anderem so in diesem Jahr 800 Millionen Euro zu sparen.

Am Dienstag verdichteten sich die Hinweise darauf, dass das Mittelmeerland auf Unterstützung aus Europa bauen kann. Allerdings fordern auch die Befürworter von Hilfen für Griechenland von der Regierung in Athen entschlossene Reformen.

Die Verschuldung Griechenlands wird am Donnerstag die Teilnehmer des EU-Sondergipfels beschäftigen. Die Haushaltsprobleme des Landes lasten seit Wochen auf dem Euro und sorgen an den Finanzmärkten für steigende Nervosität.

(fkl/sda)

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