Streik legt Nahverkehr im Osten Deutschlands lahm
publiziert: Donnerstag, 25. Okt 2007 / 11:35 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 25. Okt 2007 / 18:24 Uhr

Berlin - In Deutschland hat der auf 30 Stunden angesetzte Lokführerstreik den Nahverkehr der Bahn in einigen Regionen lahmgelegt. Millionen Pendler mussten sich im ganzen Land in Geduld üben. Am schwersten traf der Ausstand Ostdeutschland.

Der Streik soll bis Freitagmorgen andauern.
Der Streik soll bis Freitagmorgen andauern.
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In den ostdeutschen Ländern sei der Zugverkehr «fast zum Erliegen gekommen», teilte das Unternehmen in einer Zwischenbilanz in Berlin mit. In Westdeutschland sei etwa jeder zweite Regionalzug gefahren.

Etwa 1700 Lokführer hätten sich an dem Ausstand beteiligt, der um 2 Uhr begann und am Freitag um 8 Uhr enden soll. Es ist damit der bisher längste Streik bei der Bahn.

In der Sache gab es keine Annäherung zwischen den Tarifparteien. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) drohte mit neuen Streiks in der kommenden Woche.

Bis 90 Prozent Zugsausfälle

Viele Pendler stiegen auf das Auto um. Vor allem in den deutschen Grossstädten kam es deshalb am Morgen zu vielen Staus und Behinderungen.

Die Bahn hatte Notfahrpläne in Kraft gesetzt, um einen ausgedünnten, aber halbwegs geregelten Verkehr anzubieten. Dennoch fuhren in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern nach Unternehmensangaben lediglich zehn Prozent der Regionalzüge.

In Leipzig und Dresden standen am Vormittag alle S-Bahnen still. Die S-Bahnen in Berlin, Hamburg, Stuttgart und Rhein-Ruhr mussten ihre Taktzeiten deutlich verlängern.

Grosser finanzieller Schaden

Jeder Streiktag schlägt nach Angaben der Bahn mit rund 10 Mio. Euro Schaden zu Buche. Dabei sei schon berücksichtigt, dass die meisten Kunden im Regional- und S-Bahn-Verkehr Monatskarten im Voraus gekauft haben, sagte ein Sprecher.

Die Bahn rief die streikenden Lokführer in Zeitungsanzeigen auf, das vorliegende Angebot anzunehmen und verlangte von der GDL die Rückkehr an den Verhandlungstisch. Die Gewerkschaft dagegen beharrt auf einem eigenständigen Tarifvertrag.

(bert/sda)

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