Streiks und Demonstrationen in Frankreich
publiziert: Dienstag, 28. Mrz 2006 / 12:54 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 28. Mrz 2006 / 13:27 Uhr

Paris - Mit Streiks und Demonstrationen hat in Frankreich der vierte landesweite Aktionstag gegen die umstrittene Arbeitsrechtsreform von Premierminister Dominique de Villepin begonnen.

Jeder dritte TGV und 60 Prozent der Regionalzüge fuhren nach SNCF-Angaben nicht.
Jeder dritte TGV und 60 Prozent der Regionalzüge fuhren nach SNCF-Angaben nicht.
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Von den Protesten der Schüler, Studenten und Gewerkschaften gegen die Lockerung des Kündigungsschutzes für Berufsanfänger sind der öffentliche Verkehr und das Schulwesen besonders betroffen.

Jeder dritte TGV-Hochgeschwindigkeitszug und 60 Prozent der Regionalzüge fuhren nach SNCF-Angaben nicht, 27,7 Prozent der Eisenbahner streikten seit Montagabend. Mehrere TGV-Züge von der Schweiz nach Frankreich wurden gestrichen. 30 Prozent der Flüge wurden annulliert.

In dem verhärteten Konflikt haben die führenden Gewerkschaften ein neues Gesprächsangebot des Premierministers abgelehnt. Villepin hatte Gewerkschaften und Studentenverbände am Montagabend schriftlich eingeladen, mit ihm über «Anpassungen» der Reform zu sprechen. Die Gegner verlangen, dass Villepin das Gesetz über eine zweijährige Probezeit für junge Arbeitnehmer zurückzieht.

Gewerkschaften fürchten Krawallmacher

Mit mindestens 135 Demonstrationen wollten die Gegner der Reform den Druck auf Villepin noch weiter erhöhen. Weil Übergriffe von Krawallmachern befürchtet werden, haben Gewerkschaften und Verbände ihre Ordnungsdienste verstärkt.

In Paris ist die Zahl eingesetzter Polizisten auf etwa 4000 erhöht worden. Dort war es am vergangenen Donnerstag am Rande einer Kundgebung zu schweren Krawallen gekommen.

(fest/sda)

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