Streit in Sri Lanka wegen Tsunami-Hilfe
publiziert: Donnerstag, 16. Jun 2005 / 14:51 Uhr

Solombo - Knapp sechs Monate nach der Flutkatastrophe in Sri Lanka ist die Regierungskoalition in Colombo im Streit über Tsunami-Hilfe auseinander gebrochen.

Die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE).
Die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE).
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Der Juniorpartner JVP kündigte an, in die Opposition zu wechseln.

Die Regierung will ihre Arbeit nun mit einer Minderheit im Parlament fortsetzen. Teile der Opposition haben ihr Unterstützung bei einzelnen Vorhaben zugesagt.

Ursache des Streits ist ein Plan von Präsidentin Chandrika Kumaratunga zur Verteilung von Tsunami-Hilfe in Gebiete der tamilischen Minderheit.

Er räumt den Rebellen der "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE) ein Mitspracherecht ein.

Einheit des Landes gefährdet

Die nationalistisch-singhalesische JVP kritisierte, damit werde die LTTE, die Teile des Nordens und Ostens der südasiatischen Insel kontrolliert und Kumaratungas Plan mitträgt, legitimiert. Die Einheit des Landes werde untergraben.

Die JVP hatte Kumaratunga dazu aufgefordert, den Plan bis Donnerstag zurückzuziehen. Kumaratunga hatte das abgelehnt. Sie wertete es als Chance, dass die Rebellen mit der Regierung zusammenarbeiten wollten.

Zwischen Regierung und der LTTE gilt seit drei Jahren ein brüchiger Waffenstillstand. Zuvor hatte der 20 Jahre andauernde Konflikt rund 69 000 Menschen das Leben gekostet. Die LTTE fordert weitgehende Selbstverwaltung der Tamilen-Gebiete.

(bsk/sda)

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