Streit nach Toronto-Bruchlandung
publiziert: Donnerstag, 4. Aug 2005 / 15:25 Uhr

Toronto - Nach der spektakulären Bruchlandung eines Airbus A340 der Air France in Toronto, den wie durch ein Wunder alle Insassen überlebten, ist ein Streit über die Schuldfrage entbrannt.

Eine Airbus A340 von Air France. Eine Maschine dieses Typs stürzte in Toronto ab.
Eine Airbus A340 von Air France. Eine Maschine dieses Typs stürzte in Toronto ab.
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Kanadische Medien wiesen mehrfach darauf hin, dass der Pilot das Flugzeug möglicherweise zu spät aufgesetzt habe, so dass die verbliebene Landbahnstrecke zu kurz gewesen sei.

Air France betonte hingegen, dass die Kanadier trotz heftiger Gewitter für die Landung am Dienstagnachmittag (Ortszeit) grünes Licht gegeben hatten.

Aufschluss erhoffen sich die 15 Ermittler beider Länder von der Black Box. Sie wurde inzwischen im Wrack des ausgebrannten Airbus gefunden.

Nun werde die Kommunikation zwischen dem Piloten und dem Tower, die vom Flugschreiber aufgezeichnet wurde, in einem Labor der kanadischen Agentur für Verkehrssicherheit ausgewertet, sagte der stellvertretende Direktor des Flughafens von Toronto, Steve Shaw.

Zu spät aufgesetzt

Kanadas Verkehrsminister Jean Lapierre bestätigte, dass Aussagen von Passagieren, wonach die Unglücksmaschine zu spät auf der Landbahn aufsetzte, Gegenstand der Untersuchung seien.

Ebenso würden die Experten allerdings den schweren Regen, die starken Seitenwinde und ein mögliches Aquaplaning berücksichtigen.

Pilot trägt Verantwortung

Lapierre wies gegenüber Radio Canada aber darauf hin, "dass nur eine Person die Entscheidung zu landen fällt, und das ist der Pilot. Folglich trägt er auch die ganze Verantwortung für diese Entscheidung".

Air-France-Chef Jean-Cyril Spinetta sagte in Toronto, die Flughafenaufsicht sei offensichtlich davon ausgegangen, "dass die Bedingungen für eine Landung schwierig seien, aber möglich".

Grünes Licht für Landung

Spinetta unterstrich, Toronto habe grünes Licht für die Landung gegeben, während die Maschine noch genügend Treibstoff für eine Landung auf einem anderen Flughafen gehabt habe.

Der Pilot wurde beim Unfall schwer verletzt, wie ein Air-France-Sprecher sagte. Am Dienstag war zunächst nur von 43 Leichtverletzten die Rede gewesen. Alle 309 Insassen haben die Bruchlandung überlebt.

(bsk/sda)

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