Streit um Betriebskonzept des Theaters Gessnerallee
publiziert: Freitag, 27. Sep 2002 / 13:36 Uhr

Zürich - Alle wollen eine zweite, mittlere Bühne am Zürcher Theaterhaus Gessnerallee. Wer sie leitet und wer sie bespielt, darüber herrscht allerdings Uneinigkeit.

Theater Gessnerallee
Theater Gessnerallee
Vorgesehen war eine zweite Bühne schon immer. Nun, da neben der grossen Bühne auch Probebühnen, Büros, Werkstätten, Kasse und Garderobe fertig gestellt sind, soll sie - als letzter Baustein im Theaterhaus - verwirklicht werden. Der Baubeginn ist für das Jahr 2004 vorgesehen.

Soweit herrscht Einigkeit, wie eine vom künstlerischen Direktor der Expo 02, Martin Heller, moderierte Podiumsdiskussion am Donnerstagabend zeigte. Für rote Köpfe hingegen sorgt das neue Betriebskonzept, das der Theaterrat, das Aufsichtsgremium des Theaters, im Auftrag des Präsidialdepartements ausgearbeitet hat.

Zankapfel ist die in diesem Konzept vorgesehene Leitungsstruktur. Sie sieht für die zwei Bühnen zwei voneinander unabhängige Leitungen vor. Damit wolle der Theaterrat eine Monopolsituation verhindern, sagte sein Präsident Hans Läubli. Vor zu grosser Machtkonzentration warnte auch Jean-Pierre Hoby, Leiter der Kulturpflege der Stadt Zürich.

Qualität, nicht Bürokratie wünscht sich Pius Knüsel, Direktor der Pro Helvetia. Das Bestreben der jetzigen Intendanten Jean Grädel und Armin Kerber, die europäische freie Theaterszene zu vernetzen und die Gessnerallee zu einem Produktionszentrum zu entwickeln, lasse sich am besten mit einer einzigen agilen Leitung für beide Bühnen verwirklichen.

Klartext sprach auch der Regisseur Christoph Frick. Zuviele Chefs behinderten die Arbeitsabläufe. Und der Choreograf Peter Schelling bezeichnete die Funktionäre des Theaterrats als Interessenvertreter der lokalen Tanz- und Theaterszene.

Hans Läubli, Geschäftsführer der Vereinigten Theaterschaffenden der Schweiz (VTS), wolle mit dem neuen Betriebskonzept die geplante Bühne den Mitgliedern seines Verbandes sichern, sagte Schelling.

Dass sich hinter den Strukturen Inhalte verbergen, vermutete Martin Heller. Die Angst vor zuviel Macht schien ihm zu schwammig. Auf Unverständnis stiess auch der im Juni veröffentlichte Entscheid des Theaterrats, den Vertrag mit der jetzigen allgemein anerkannten Leitung nicht über das Jahr 2004 hinaus zu verlängern.

(sda)

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