Streit um EURO-Fernsehbilder - SRG setzt sich zur Wehr

publiziert: Sonntag, 15. Jun 2008 / 13:57 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 15. Jun 2008 / 14:23 Uhr

Zürich - Der Streit um die Unterdrückung unliebsamer TV-Bilder durch den Europäischen Fussballverband (UEFA) geht nach der EURO in die nächste Runde. Armin Walpen, Generaldirektor der SRG SSR idée suisse, wandte sich in Interviews gegen «jede Zensur von Sportübertragungen».

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Grosse Sportverbände versuchten zunehmend, sich mit eigenen Produktionsfirmen die Hoheit über Bild und Ton zu sichern, sagte Walpen der «SonntagsZeitung».

Von Dritten ausgewählte Bilder seien aus Sicht der journalistischen Unabhängigkeit «mehr als problematisch». Darauf werde er die UEFA schriftlich hinweisen.

Auch in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens kritisierte Walpen die Bildauswahl der UEFA.

Die Nachrichtenagentur SDA hatte letzte Woche aufgedeckt, dass den Fernseh-Zuschauern während der EURO mehrfach Vorfälle im Stadion wie das Abbrennen von Rauchpetarden und das Übertreten von Sicherheitszonen durch Fans vorenthalten wurden.

Szenen seien «nicht relevant»

Die UEFA rechtfertigt dies damit, man wolle «den Chaoten keine Plattform» bieten. Ausserdem seien solche Szenen «nicht relevant», zitierte die «Tagesschau» den Fussballverband. Die Vorgaben werden aber möglicherweise nicht konsequent gehandhabt, wie die Übertragung des Spiels Deutschland - Kroatien zeigte.

Nach dem ersten Tor der Kroaten zeigte das deutsche Fernsehen ARD vier Sekunden lang Petarden-Bilder aus dem kroatischen Fan-Sektor.

Allerdings ist nicht klar, ob die Bilder mit dem internationalen Signal der UEFA übermittelt oder mit Hilfe der ARD-Zusatzkameras eingespiesen wurden.

(dl/sda)

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