Streit um Informatikauftrag - Swisscom gegenüber IBM bevorteilt
publiziert: Sonntag, 17. Aug 2003 / 14:14 Uhr / aktualisiert: Montag, 18. Aug 2003 / 10:09 Uhr

Bern - Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) ist von der Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen (BRK) zurückgepfiffen worden. Bei der Vergabe eines Informatikauftrages soll IBM gegenüber der Swisscom benachteiligt worden sein.

Jens Alder (l), CEO Swisscom AG, und Samuel J. Palmisano, CEO IBM. (Montage)
Jens Alder (l), CEO Swisscom AG, und Samuel J. Palmisano, CEO IBM. (Montage)
Der Entscheid verpflichte das EVD mit IBM und Swisscom die Nachverhandlungen zu wiederholen, bestätigte EVD-Sprecher Manuel Sager entsprechende Berichte der Sonntagspresse.

Konkret geht es um ein Auslagerungs-Projekt des EVD. Ein externes Informatik-Unternehmen soll vorerst während fünf Jahren die Bürokommunikation auf allen EDV-Arbeitsplätzen übernehmen. Das Auftragsvolumen wurde auf 30 bis 50 Mio. Franken geschätzt.

Insgesamt hätten sechs Firmen ein Angebot eingereicht, darunter die zu 62,7 Prozent der Eidgenossenschaft gehörende Swisscom und der Informatikkonzern IBM. Nach der ersten Angebotsrunde sei IBM an erster Stelle gelegen und die Swisscom auf Rang fünf, sagte Sager weiter.

Fünf Anbieter bei Nachverhandlungen

In der zweiten Runde des Vergabeverfahrens, das nach WTO-Regeln durchgeführt wurde, wurden die ersten fünf Anbieter zu Nachverhandlungen eingeladen. Dabei hätten vier Anbieter ihren Preis gesenkt.

Lediglich IBM habe den Preis erhöhen müssen, erklärte Sager. IBM habe einzelne Leistungen, welche in der Ausschreibung verlangt gewesen waren, im ersten Angebot noch nicht eingerechnet.

Angebot zurückgeschraubt

Gemäss Angaben der Sonntagspresse belief sich der Preisnachlass der Swisscom auf 32,23 Prozent. Das Angebot wurde damit von 56 auf 38 Mio. Franken zurückgenommen.

Im Erstangebot der Swisscom seien einige nicht verlangte Leistungen enthalten gewesen, erklärte Sager den sinkenden Preis.

Die BRK kritisiert in ihrem Entscheid, dass die Nachverhandlungen unvollständig und schwer verständlich protokolliert worden seien. Inhalt und Ablauf seien für Dritte nicht nachvollziehbar.

Das EVD hätte gemäss BRK von der Swisscom eine detaillierte Erklärung für den hohen Preisabschlag verlangen müssen. Dies wird nun nachgeholt. Wir werden die Nachverhandlungen mit Swisscom und IBM im Sinn des Rekursentscheides wieder aufnehmen, sagte Sager.

(bsk/sda)

 
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