Streit um den Flughafen Zürich
publiziert: Dienstag, 20. Dez 2005 / 16:44 Uhr

Waldshut - Der Streit um den Flughafen Zürich wird auch auf der Ebene von Gutachten ausgetragen.

Die Existenz des Flughafens Zürich sei nicht von Beschränkungen im deutschen Luftraum abhängig.
Die Existenz des Flughafens Zürich sei nicht von Beschränkungen im deutschen Luftraum abhängig.
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Eine deutsche Studie zerzaust nun eine Schweizer Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung des Flughafens und zu den Folgen von Flugbeschränkungen.

Eine im letzten Sommer präsentierte Studie des Forschungs- und Beratungsbüros Infras kommt zum Schluss, dass eine Beschränkung der Flugbewegungen oder gar ein Wegfall der Hub-Funktion die Bedeutung des Flughafens für die Volkswirtschaft erheblich verringern würde. Auftraggeber der Infras-Studie war der Zürcher Regierungsrat.

Eine Gegenstudie der Düsseldorfer Kienbaum Management Consultants GmbH stellt jetzt die Schweizer Studie in mehreren Punkten in Frage. In Auftrag gegeben wurde das Kienbaum-Gutachten vom süddeutschen Landkreis Waldshut.

Verengte Sicht

Gemäss dem deutschen Gutachten basiert die Schweizer Studie auf unsicheren Tatsachengrundlagen, übertriebenen Wachstumserwartungen, viel zu hohen Beschäftigungs- und Wertschöpfungsketten sowie einer stark auf die Schweiz verengten Sicht des Flughafens Zürich.

Nach Ansicht des Waldshuter Landrats Bernhard Wütz versucht die Schweizer Seite, mit einer Betonung der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Flughafens politischen Entscheidungen den Weg zu ebnen, die in dessen betriebswirtschaftlichem Interesse liegen.

Keine Entscheidungsgrundlage

Weder die Wachstumsmöglichkeiten des Flughafens Zürich und schon gar nicht seine Existenz seien von den Beschränkungen im deutschen Luftraum abhängig, sagte Wütz an einer Medienkonferenz in Waldshut.

Laut Wütz taugt die Infras-Studie nicht als Grundlage für wirtschafts- oder verkehrspolitische Entscheidungen.

Diese Studie war auf Schweizer Seite anders bewertet worden. So sprach die Flughafenbetreiberin Unique von einer Versachlichung der Debatte.

(rr/sda)

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