Streit um neues Abtreibungsrecht in Spanien entbrannt
publiziert: Sonntag, 29. Jul 2012 / 17:55 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 29. Jul 2012 / 19:13 Uhr
Im neuen Gesetz sei ein Schwangerschaftsabbruch wegen Behinderungen nicht vorgesehen.
Im neuen Gesetz sei ein Schwangerschaftsabbruch wegen Behinderungen nicht vorgesehen.

Madrid - In Spanien haben die Bestrebungen der konservativen Regierung zur Verschärfung des Abtreibungsrechts eine heftige Debatte entfacht. Hunderte demonstrierten am Sonntag in Madrid gegen die geplante Gesetzesänderung.

Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
3 Meldungen im Zusammenhang
Eine junge Frau hatte sich auf den Bauch geschrieben: "Priester und Richter - weg von meinem Körper." Die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy will das 2010 von der damaligen sozialistischen Regierung verabschiedete Abtreibungsgesetz wieder verschärfen. Im Gesetz von 2010 ist ein Recht auf Abtreibung bis zur 14. Schwangerschaftswoche vorgesehen.

Die Frist kann bis zur 22. Woche verlängert werden, wenn ein Risiko für die Gesundheit der Frau besteht oder Hinweise auf schwere Behinderungen des Ungeborenen vorliegen. In den schwersten Fällen kann die Schwangerschaft auf Empfehlung einer Ethikkommission ohne zeitliche Begrenzung unterbrochen werden.

Keine Abtreibung bei Behinderung

Justizminister Alberto Ruiz-Gallardón entfachte den Streit, als er erklärte, im geplanten neuen Gesetz sei ein legaler Schwangerschaftsabbruch wegen Behinderungen des Fötus nicht vorgesehen.

Der Vorsitzende der Vereinigung der auf Abtreibungen spezialisierten Kliniken (Acai), Santiago Barambio, warf Gallardón im Gespräch mit AFP vor, die Abtreibung "wie in Irland, Polen oder Malta" verbieten zu wollen. Gallardón besetze "das Terrain der ultrakatholischen extremen Rechten".

Vergleich mit Franco-Diktatur

Im Aufruf zur Demonstration am Sonntag heisst es, das geplante neue Gesetz führe Spanien zurück in eine "Epoche nahe der Franco-Diktatur" (1939-1975) und lasse das Land bei den Frauenrechten vom grössten Teil Europas abdriften.

Abtreibungsgegner halten dagegen: Die geplante Gesetzgebung sei im Gegenteil ein "Schritt nach vorne für den Lebensschutz", erklärte die Organisation Recht auf Leben. Sie forderte die Regierung auf, konsequent zu sein und den Schwangerschaftsabbruch vollständig zu verbieten.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Madrid - Spaniens konservative Regierung will das Recht auf Abtreibung deutlich einschränken. Der am Freitag vom Kabinett ... mehr lesen
Ministerpräsident Mariano Rajoy erfüllt ein Wahlversprechen. (Archivbild)
Uruguay will Abtreibungen erlauben.
Montevideo - Der Senat von Uruguay hat in einem für die Region bahnbrechenden ... mehr lesen
Washington - Die US-Republikaner wollen ein vollständiges Abtreibungsverbot in ihren politischen Leitlinien für die ... mehr lesen 1
Todd Akins Äusserungen sorgten für einen Sturm der Entrüstung bei den Demokraten.
Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
Was können den die Birkenstocks dafür?
Was können den die Birkenstocks dafür?
Klage  Aarau - Die Ecopop-Initianten dürfen ungestraft als «Birkenstock-Rassisten» oder als «verwirrte Akademiker» bezeichnet werden. Die Beschwerdekammer des Aargauer Obergerichtes ist auf eine Beschwerde des Ecopop-Geschäftsführers nicht eingetreten. 
Initiative will Zuwanderung aus ökologischen Gründen beschränken
Ecopop-Geschäftsführer will keine Fremdenfeindlichkeit Bern - Ecopop-Geschäftsführer Andreas Thommen wehrt sich gegen jüngst verbreitete Rassismus-Vorwürfe an die Adresse ... 2
Nationalrat darf Ecopop-Initianten «Birkenstock-Rassisten» nennen Bern - Der St. Galler SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel ...
Massenhinrichtungen  Genf - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begeht nach Einschätzung der UNO Verbrechen gegen die ...   1
Gewalt ohne Ende.
In Sumar konnten Kurdische Peschmerga-Kämpfer Erfolge gegen die Terrormiliz verbuchen. (Archivbild)
Kurden melden neue Erfolge gegen Terrormiliz Islamischer Staat Washington - Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nordirak melden die Kurden neue ...
Titel Forum Teaser
Klaus Janosch ist Doktorand in Pflanzenernährung an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Bedrohter Boden Fruchtbarer Boden ist ein wertvolles Gut, dessen Verlust sowohl für uns als ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 8°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 8°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 10°C 15°C bewölkt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 11°C 17°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 12°C 17°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 19°C 26°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten