Strellers positive Barrage-Erinnerungen
publiziert: Donnerstag, 10. Nov 2005 / 00:32 Uhr

Köbi Kuhn hat im Sturm mit der Rückkehr von Marco Streller plötzlich die Qual der Wahl, wen er neben Alex Frei aufstellen soll.

Streller ist nicht nur auf dem Feld eine Bereicherung für das Schweizer Nationalteam.
Streller ist nicht nur auf dem Feld eine Bereicherung für das Schweizer Nationalteam.
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Neben Johan Vonlanthen stehen dem Schweizer Nationalcoach Marco Streller und Mauro Lustrinelli zur Disposition.

Fünf Länderspieleinsätze notieren die Statistiker bisher für Streller. In der Qualifikation kam der 24-jährige Basler im letzten Spiel gegen Irland zu einem 37-minütigen Teileinsatz. «Er brachte neuen Schwung in unser Spiel», erinnert sich Tranquillo Barnetta.

Von Beginn an spielte Streller unter Köbi Kuhn bisher einzig im Testspiel Mitte August gegen Norwegen (2:0), ehe ihn eine Knieverletzung zurückwarf. Dabei hatte sich der 1,95 m grosse Schlaks eben erst von seinem Schien- und Wadenbeinbruch unmittelbar vor der EM vollständig erholt.

Streller ist jedoch nicht nur auf dem Feld eine Bereicherung für das Schweizer Nationalteam. Der Stuttgart-Profi ist auf dem Sportplatz Krummen jeweils nicht zu überhören, kaum einer verbreitet ähnlich viel gute Laune.

Im Fussball-Tennis bejubelt er jeden Punkt, als hätte er die Schweiz eben zum WM-Titel geschossen. Und auf dem Feld fällt der Lockenkopf durch seine Grösse ohnehin auf. «Es ist schon ein anderes Spiel, wenn im Angriff ein Spieler auch mit hohen Bällen angespielt werden kann», findet Barnetta.

Stürmer nicht in Form

Zwar ist das Spiel der Schweizer in erster Linie auf schnelle Kombinationen und Flügelspiel ausgerichtet, doch kam Johan Vonlanthen in den letzten Partien trotz seiner fraglos vorhandenen technischen Fertigkeiten kaum zum Zug. Der 19-jährige Breda-Professional ist im Nationalteam nach einem traumhaften Einstand seit nunmehr 8 Partien ohne persönlichen Torerfolg.

Und Köbi Kuhn ist kaum entgangen, wie der Jungstar auf seine Auswechslungen reagiert hatte. Auch spielt er im Verein derzeit gar nicht als Sturmspitze, sondern lenkt unmittelbar dahinter das offensive Spiel.

Auch Lustrinelli ist derzeit nicht in seiner besten Form. Das Champions-League-Hoch in Thun ist im Moment entschwunden wie auch Lustrinellis Treffsicherheit. Und vergebene Chancen nagen bekanntlich mehr am Selbstvertrauen eines Stürmers als fehlende Spielminuten.

So drängt sich Kuhn für die entscheidenden Spiele gegen die Türkei Streller als zweiter Stürmer neben Frei praktisch auf. «Ich spiele eigentlich auch lieber mit den Füssen», so Streller. «Aber mit mir hat die Mannschaft die Option, auch hohe Bälle zu spielen.»

Unglaubliche Gefühle

Letztmals in der Startformation einer Nationalmannschaft in einem Pflichtspiel stand Streller vor fast genau zwei Jahren, und diese Partie wird er kaum mehr vergessen. «Die Gefühle in der Kabine nach der Roten Karte, und als der Physiotherapeut vom 1:1 erzählte, das war unglaublich», erinnert er sich.

Im Kabinengang verfolgte er die Partie bis zum Schluss, beim 2:1-Siegtreffer wäre er beinahe aufs Feld gerannt. Es war sein letzter Auftritt mit der U21-Auswahl; als Hoffnungsträger im Angriff promovierte ihn Kuhn in sein Team.

Die EM in Portugal sollte der erste Höhepunkt seiner jungen Karriere sein; der Beinbruch stoppte diese schnelle Entwicklung jäh. Gegen die Türkei kann Streller nun seine Visitenkarte im Nationalteam mit Verzögerung abgeben.

Vogel: Therapie statt Training

Im gestrigen Training gab einzig Johann Vogel nach der Hälfte der von türkischen Spionen akribisch genau verfolgten und aufgezeichneten Einheit Forfait.

Der Captain hat eine Reizung der Achillessehne und zog die Therapie den Angriffauslösungsübungen vor. Für das Spiel am Samstag ist der Einsatz des eminent wichtigen defensiven Mittelfeldspielers jedoch nicht gefährdet.

(von Sascha Rhyner, Freienbach/Si)

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