Neues Therapiezentrum in Bukarest eröffnet
Streunerhunde helfen Kindern mit besonderen Bedürfnissen
publiziert: Dienstag, 2. Feb 2016 / 15:05 Uhr
Das neue Therapiezentrum in Bukarest behandelt Kinder mit besonderen Bedürfnissen kostenlos.
Das neue Therapiezentrum in Bukarest behandelt Kinder mit besonderen Bedürfnissen kostenlos.

Zürich - Im neuen «Vier Pfoten» Zentrum für tiergestützte Therapie in der rumänischen Hauptstadt Bukarest werden Kinder mit Beeinträchtigungen von ehemaligen Streunerhunden und deren Hundeführern therapiert - und das völlig kostenlos.

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Das «Vier Pfoten» Projekt «Dogs for People» bietet bereits seit 2004 tiergestützte Therapie mit Streunerhunden in Rumänien an. Unterstützt von lokalen Behörden wurden Kinder mit besonderen Bedürfnissen bisher in Gemeindezentren betreut. Die Möglichkeiten des «Dogs for People» Teams waren allerdings aufgrund Platz- und Ressourcenmangels stark eingeschränkt. Mit der Eröffnung des neuen Zentrums am 28. Januar 2016 hat sich das geändert: Das Team hat nun mehr Platz und neues Equipment zur Verfügung und wird 2016 bis zu 50 Kinder betreuen können. Die Leiterin der «Vier Pfoten» Streunerhilfe in Rumänien, Dr. Anca Tomescu, freut sich über die Fortschritte: «Für uns erfüllt sich ein lang und hart erarbeiteter Traum. Wir können Menschen und Tieren gleichzeitig helfen und so der Welt zeigen, welch wertvollen Beitrag Streunerhunde in unserer Gesellschaft leisten können. Es ist das erste Zentrum dieser Art, wo als Therapiehunde ausgebildete Streuner Kindern mit besonderen Bedürfnissen helfen.» Die Sitzungen werden dabei stets von einem Physiotherapeuten beaufsichtigt und von den Hundeführern begleitet.

Hunde steigern Wohlbefinden

Die positiven Auswirkungen tiergestützter Therapie wurden bislang unterschätzt, doch das neue Zentrum wird zeigen, wie Hunde in gezielten Therapiesitzungen zum physischen und emotionalen Wohlbefinden von Kindern betragen können . Kinder, die durch Behinderungen beeinträchtigt sind, bauen in der tiergestützten Therapie ihr Selbstbewusstsein auf, indem sie zum Beispiel lernen, den Hund zu füttern und zu belohnen. Tiere gehen im Gegensatz zu Menschen völlig vorbehaltlos auf die Patienten zu.

Kooperation mit Forschungseinrichtung geplant

Victor Chitic betreut das Projekt als Physiotherapeut und forscht zudem im Bereich «Mensch-Tier-Beziehung» an der Babes-Bolyai-Universität in Rumänien. Das neue Therapiezentrum plant auch eine Kooperation mit weiteren Forschungseinrichtungen. Für Chitic ist das ein grosser Schritt in die richtige Richtung: «Dieses Forschungsgebiet wurde bisher eher stiefmütterlich behandelt, obwohl es im Bereich der Physiotherapie immer mehr Bedarf in dieser Richtung gibt. Das «Vier Pfoten» Therapiezentrum kann hier einen wertvollen Beitrag leisten.»

Verbesserung des Streuner-Images in Rumänien

Die Eröffnung des neuen Zentrums ist gleichzeitig ein wichtiger Schritt für die Streunerhunde in Rumänien. Diese werden bereits seit Jahren verfolgt und eine humane, nachhaltige Lösung konnte nach wie vor in vielen Städten, darunter auch Bukarest, nicht implementiert werden. Die Etablierung von tiergestützter Therapie mit ehemaligen Streunern ist eine von mehreren Massnahmen (darunter Kastrationsprogramme und Kampagnenarbeit), die «Vier Pfoten» ergriffen hat, um zu zeigen, dass Streunerhunde für unsere Gesellschaft wertvoll sind.

(anM/Vier Pfoten)

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