Das Internet ist ein Stromfresser
Stromverbrauch durch Internet übersteigt Produktion eines AKW
publiziert: Sonntag, 13. Mai 2012 / 13:13 Uhr
Der Energieverbrauch durch den privaten Internetkonsum in den Schweizer Haushalten wird auf 600 GWh pro Jahr geschätzt.
Der Energieverbrauch durch den privaten Internetkonsum in den Schweizer Haushalten wird auf 600 GWh pro Jahr geschätzt.

Bern - Anbieter und Nutzer des Internets verbrauchen jährlich 4640 Gigawattstunden (GWh) Strom. Das sind fast acht Prozent des gesamtschweizerischen Elektrizitätskonsums und deutlich mehr, als das AKW Mühleberg jährlich produziert.

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Beinahe die Hälfte der vom Internet verbrauchten Energie geht demnach zulasten der Grossunternehmen. Der Energieverbrauch durch den privaten Internetkonsum in den Schweizer Haushalten wird auf 600 GWh pro Jahr geschätzt.

Dies geht aus einer vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) in Auftrag gegebenen und von der Eidg. Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) durchgeführten Studie hervor. Die Analyse stützt sich auf Daten aus dem Jahr 2009. Die im Februar im Internet aufgeschaltete Studie hat die «NZZ am Sonntag» am Sonntag publik gemacht.

Michel Monteil, Leiter der Sektion Abfallverwertung und -behandlung im BAFU, zeigt sich auf Anfrage wenig überrascht vom Resultat. «Es ist bekannt, dass das Internet viel Energie verbraucht», sagte Monteil der Nachrichtenagentur sda.

Aufgrund der hohen Zahl von Internetzugängen schätzt Monteil den Energieverbrauch durch das Internet in der Schweiz wesentlich höher ein als in anderen europäischen Ländern, namentlich jenen im Osten Europas. Verbesserungspotenzial sieht Monteil insbesondere beim Stromverbrauch durch Kühlsysteme in Grossunternehmen.

103'400 Tonnen Material

Die gesamte Internet-Infrastruktur aus Geräten, Kabeln und Antennen hatte im Jahr 2009 gemäss der Studie ein Gewicht von 103'400 Tonnen. Es wurde etwa doppelt soviel Material angeschafft wie entsorgt, wodurch die Infrastruktur in besagtem Jahr um 20'000 Tonnen anwuchs.

Für die Zukunft zeichnen sich zwei gegenläufige Tendenzen ab: Einerseits werden die Geräte immer kleiner und energieeffizienter, andererseits gewähren immer mehr Geräte wie beispielsweise Smartphones einen Internetzugang. Laut Monteil ist unter dem Strich mit einer Zunahme des Stromverbrauchs zu rechnen.

(asu/sda)

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