Immer weniger Studienfächer für Iranerinnen
Studentinnen im Iran werden zunehmend benachteiligt
publiziert: Sonntag, 23. Sep 2012 / 08:28 Uhr
Insbesondere Informatik, Verfahrenstechnik und Verwaltungswissenschaften seien den Studentinnen versperrt.
Insbesondere Informatik, Verfahrenstechnik und Verwaltungswissenschaften seien den Studentinnen versperrt.

Nikosia - Iranische Studentinnen müssen einem Menschenrechtsbericht zufolge mit zunehmenden Einschränkungen an den Universitäten des Landes kämpfen. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) ist Iranerinnen an mehreren Hochschulen die Teilnahme an 77 Lehrveranstaltungen verwehrt.

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Insbesondere Informatik, Verfahrenstechnik und Verwaltungswissenschaften seien ihnen versperrt, heisst es in dem am Samstag veröffentlichten Bericht. Frauen könnten mit Beginn des neuen Hochschuljahres nicht mehr die «Karriere ihrer Wahl» anstreben.

Derzeit sind im Iran 60 Prozent der Studentenschaft weiblich. Laut HRW steht die Restriktion der Fächerwahlfreiheit im Zusammenhang mit einer zunehmenden Islamisierung iranischer Universitäten unter Präsident Mahmud Ahmadinedschad.

Studenten müssten weniger Einschränkungen hinnehmen, schreibt HRW weiter. Allerdings seien auch ihnen an einigen Universitäten bestimmte Fächer wie Geschichte, Sprachwissenschaft, Literatur, Soziologie und Philosophie verwehrt.

(asu/sda)

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