Staatliche Internetdienste unterentwickelt
Studie: Die Schweiz hinkt beim e-Government hinterher
publiziert: Montag, 21. Feb 2011 / 14:43 Uhr
Das «Schweizer Portal von Bund, Kantonen und Gemeinden»: ch.ch.
Das «Schweizer Portal von Bund, Kantonen und Gemeinden»: ch.ch.

Bern - Mittelmässige Noten für die Schweizer Behördendienstleistungen im Internet: Verglichen mit 31 anderen Ländern in Europa erreicht die Schweiz beim Thema e-Government nur den 22. Platz. Dies zeigt eine Untersuchung im Auftrag der Europäischen Kommission.

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Im Vergleich mit der letzten Studie aus dem Jahr 2009 konnte sich die Schweiz aber deutlich verbessern. Damals landete sie noch auf dem unrühmlichen letzten Platz - zusammen mit Kroatien, Rumänien und Bulgarien.

Wie die am Montag publizierte Studie zeigt, sind heute bereits 70 Prozent der Schweizer Behördendienstleistungen vollständig online verfügbar. 2009 waren es erst 32 Prozent.

Trotz dieses grossen Sprungs liegt die Schweiz aber noch deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 82 Prozent. Am besten schneiden Österreich, Italien, Malta, Portugal und Schweden ab, wie die vom Zürcher Beratungsunternehmen Capgemini durchgeführte Auswertung zeigt. Die Schlusslichter sind Griechenland und Zypern.

Wenig Transparenz

Verbesserungspotenzial haben die Schweizer Behörden vor allem beim Stichwort «Transparenz», also bei der Möglichkeit, die Abläufe nachzuvollziehen oder eine Angabe über die Bearbeitungsdauer zu erhalten. Hier ist der Abstand zu anderen Ländern besonders gross.

Besser schneidet die Schweiz hingegen beim Datenschutz und bei der Nutzerzufriedenheit ab. Die Gestaltung der Portale wird gemäss Studie als stark bürgerorientiert empfunden.

Noch ausbaufähig ist der elektronische Einkauf der öffentlichen Hand, das so genannte «eProcurement». Bei elektronischen Ankündigungen und Ausschreibungsangeboten zählt die Schweiz klar zu den Schlusslichtern.

Gemeinden kommen nicht voran

Gemäss der Studie laufen in der Schweiz seit Jahren umfangreiche Planungen zu e-Government und ähnlichen Themen. Die Fortschritte im EU-Vergleich würden aber nur langsam sichtbar, da insbesondere die Gemeinden nicht vorankämen.

Der Bedarf nach einem flächendeckenden e-Government-Angebot bestehe aber auch in der Schweiz. Bund, Kantone und Gemeinden müssten sich deshalb besser aufeinander abstimmen.

Für die Studie wurden mehr als 10'000 Behördenwebseiten aus 32 Ländern ausgewertet. Seit 2001 lässt die Europäische Kommission jedes Jahr die Fortschritte beim e-Government in Europa untersuchen.

(dyn/sda)

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Die Fortschritte im EU-Vergleich
Ein weiteres Beispiel eines absurden Spiels:

Da wird irgendein Umbau in Gang gesetzt - in diesem Fall eGovernment, ein Anglizismus als Geschenkpapierverpackung für eine fragwürdige Angelegenheit und dann

wird eine Kommission eingesetzt, die jährlich "Studien" durchführt, um zu bewerten, wer wo welche "Fortschritte" erzielt habe.

Alleine schon die Bezeichnung "Fortschritt", ohne die Frage zu stellen, ob die Sache denn nützlich sei, in welchem Masse, für wen und wie es mit Nachteilen aussieht, ist ein Falschspiel.

"da insbesondere die Gemeinden nicht vorankämen"

Was heisst hier "voran"? Es ist eher ein Abbau, als ein Vorwärtskommen. Es wird Sicherheit abgebaut und völlig unkritisch ein Ziel verfolgt, von dem keiner weiss, wozu es eigentlich gut sein soll.

Erinnert mich an unser Bildungssystem - das lief und läuft seit einiger Zeit dort genauso. Irgendwer startet irgendwelche Reformen. Und statt, dass man sie kritisch beleuchtet, diskutieren alle nur über das Ranking, wer sie wie rasch umsetzt. Jahre später wird dann festgestellt, dass die Reform untauglich war... na sowas! hat man doch glatt vergessen, das vorher mal zu prüfen.
Es hat halt geeilt, man wollte ja nicht Letzter sein...

Wenn die Leitkuh bimmelt, folgen die Rindviecher. Aber im Vergleich zum Menschen sind die Rinder nicht so blöd, der Leitkuh in den Abgrund zu folgen.
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