Schweiz - EU
Studierende «beerdigen» Erasmus auf dem Bundesplatz in Bern
publiziert: Donnerstag, 20. Feb 2014 / 20:39 Uhr

Bern - Mit einer symbolischen Protest-Aktion haben am Donnerstagabend in Bern rund 300 Studierende die EU-Programme «Erasmus» und «Horizon 2020» zu Grabe getragen. An der «Beerdigung» auf dem Bundesplatz wurde gleichzeitig Erasmus' Wiederauferstehung beschworen.

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Die Protestierenden versammelten sich rund um eine schwarz bemalte Kartonschachtel, die in der als Strassentheater inszenierten Beerdigung als Sarg für den «sehr jung verstorbenen» Erasmus diente. Die Grabrede einer Studentin mündete in einen flammenden Appell zum Widerstand: «Erasmus ist tot, lang lebe Erasmus!»

Auf einem Flugblatt rief die Neuenburger Studierenden-Vereinigung, welche die Aktion organisiert hatte, dazu auf, sich aktiv an der Wiederauferstehung der Austauschprogramme zu beteiligen. Die Wissenschaft dürfe nicht Opfer der Politik werden.

Die Universität Neuenburg ihrerseits wies am Donnerstag in einem Communiqué auf die Bedeutung der Mobilität der Studierenden für deren Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt hin. Dies gehe aus einer Publikation des Neuenburger Forschers Patrick Rérat in der Fachzeitschrift «Children's Geographics» hervor.

«Erasmus»-Treffen am 3. März

Die Rektoren der Schweizer Hochschulen hatten sich anfangs Woche in einem offenen Brief an den Bundesrat gewandt und rasche Massnahmen verlangt, damit die Schweiz als gleichberechtigtes Mitglied an den EU-Programmen «Horizon 2020» und «Erasmus+» teilnehmen kann.

Zu «Erasmus» findet am 3. März ein Treffen aller in der Schweiz betroffenen Partner statt. Dabei soll gemäss Angaben der Universität Lausanne eine gemeinsame Haltung gegenüber den europäischen Universitäten definiert werden und offene Fragen diskutiert werden.

Die EU hatte die Verhandlungen zum Rahmenforschungsprogramm «Horizon 2020» und zu Studentenaustauschprogramm «Erasmus+» am Wochenende gestoppt. Dies, nachdem der Bundesrat als Folge des Volks-Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative die Ausweitung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien sistiert hatte.

(bert/sda)

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