Sturmausläufer von Frances peitschen über Florida
publiziert: Samstag, 4. Sep 2004 / 20:19 Uhr

Miami - Hurrikan Frances ist mit den ersten Sturmausläufern in Florida angekommen. Peitschende Winde und sturzflutartige Regenfälle hämmerten gegen die gesamte Ostküste des Bundesstaates.

Das Sturmgebiet von Frances ist doppelt so gross wie Deutschland.
Das Sturmgebiet von Frances ist doppelt so gross wie Deutschland.
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Das Auge des Sturms war noch rund 250 Kilometer von West Palm Beach entfernt, doch wühlten die ersten Sturmausläufer den Atlantik vor der Küste bereits gefährlich auf.

Die heftige Windböen rissen in der Umgebung von West Palm Beach mehrere Stromkabel herunter. In Teilen Miamis waren am Freitag rund 200 000 Menschen ohne Strom. Insgesamt 1,2 Millionen Menschen haben das Küstengebiet Floridas verlassen.

Weil der Hurrikan seinen Vorwärtsschub weiter verlangsamt hat, rechneten Meteorologen erst in der Nacht zu Sonntag (Ortszeit) mit der ganzen Wucht des Sturmes an Land.

Grösstes Sturmgebiet seit 100 Jahren

Das Sturmgebiet ist grösser als alles, was Florida in den vergangenen 100 Jahren erlebt hat. Das Auge des Sturms schätzten Meteorologen auf mehr als 100 Kilometer Durchmesser. Das gesamte Sturmgebiet war fast zwei Mal so gross wie die ganze Fläche Deutschlands.

Wegen der schieren Grösse des Sturmgebiets könnten die schlimmsten Niederschläge in einem 100 Kilometer breiten Korridor heruntergehen. Die Behörden rechnen deshalb mit grossen Schäden.

Der Hurrikan hatte seine verheerenden Kräfte in der Nacht auf Samstag über den Ferieninseln der Bahamas entfesselt. Das Archipel war weitgehend ohne Strom und Telefonleitungen. Häuser standen teilweise zwei Meter unter Wasser.

Der US-Sender CNN berichtete, dass mehr als 300 Menschen gerettet werden mussten, die sich wegen Überschwemmungen auf Häuserdächer gerettet hatten. Nach verschiedenen Berichten wurden mindestens zwei Menschen getötet.

(bert/sda)

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