Gedanken auf Holzspänen
Suche nach Trost nach dem Amoklauf in der Holzfabrik
publiziert: Donnerstag, 28. Feb 2013 / 17:41 Uhr
Die Trauernden konnten ihre Gedanken auf Holzspäne schreiben, die nach der Feier vor der Kirche verbrannt wurden. (Symbolbild)
Die Trauernden konnten ihre Gedanken auf Holzspäne schreiben, die nach der Feier vor der Kirche verbrannt wurden. (Symbolbild)

Willisau LU - Angehörige und Kollegen haben am Donnerstag an einer liturgischen Feier den Opfern der Gewalttat von Menznau gedacht. Die Trauernden konnten dabei selbst ihre Gedanken zum Vorgefallenen formulieren.

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Am Tag nach dem Furchtbaren nehme dieses den Menschen noch immer das Wort und den Atem, sagte der katholische Pfarrer von Willisau, Martin Walter, in der Kirche Peter und Paul. Die Feier sei ein Zeichen der Menschlichkeit und könne der Anfang von Trost sein.

Zentrales Thema an der ökumenischen Feier, an der auch der reformierte Willisauer Pfarrer Ivar Siffert und der katholische Gemeindeleiter von Menznau, Markus Kuhn, teilnahmen, war die Sprachlosigkeit. Das Unfassbare lasse sich eigentlich nicht in Worte fassen, sagte Walter.

Der Luzerner Regierungsrat Guido Graf sagte, ein dramatischer Augenblick habe vieles verändert. Er würde gerne mit den richtigen Worten Trost sprechen. Im Moment könne er aber nur mit den Trauernden fühlen.

Ähnlich äusserte sich Mauro Capozzo, CEO der Firma Kronospan, in der sich am Mittwoch die Bluttat mit vier Todesopfern abgespielt hatte. Die Kronospan-Familie werde zusammenstehen, sagte er in seiner Ansprache, in der mehrmals um Fassung ringen musste.

Gedanken auf Holzspänen

Die Feier bot den Anwesenden aber auch die Gelegenheit, nach Worten zu suchen. Die Trauernden konnten ihre Gedanken auf Holzspäne schreiben, die nach der Feier vor der Kirche verbrannt wurden. Viele machten von dem Angebot Gebrauch. «Öffnen sie ihr Herz, sprechen sie über ihre Gefühle», sagte Walter.

Erklärungsversuche für das Vorgefallene gab es keine. Die Frage nach dem Warum müsse heute offen bleiben, sagte Graf. Doch auch die Politik müsse das Geschehene nun verarbeiten.

(hä/sda)

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