Suche nach nationaler Versöhnung in Bagdad
publiziert: Samstag, 26. Aug 2006 / 19:07 Uhr / aktualisiert: Samstag, 26. Aug 2006 / 19:33 Uhr

Bagdad - Unter Leitung des irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki hat in Bagdad eine Konferenz der irakischen Stämme und Clans begonnen.

Al-Maliki unterstrich die Bedeutung dieser Gruppen für die nationale Versöhnung,
Al-Maliki unterstrich die Bedeutung dieser Gruppen für die nationale Versöhnung,
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An der Konferenz nehmen mehr als 600 Clan- und Stammesführer teil. Al-Maliki unterstrich die Bedeutung dieser Gruppen für die nationale Versöhnung, ohne welche «eine Befreiung der Nation von ausländischem Einfluss nicht möglich ist».

Die Konferenz solle alle diejenigen politischen und religiösen Gruppen einbeziehen, die sich bislang nicht an dem politischen Prozess im Irak beteiligt hätten, sagte er weiter. Zum Abschluss des Treffens ist eine gemeinsame Erklärung geplant, die im öffentlichen Fernsehsender Irakia veröffentlicht werden soll, wie Regierungsprecher Ali el Dabagh mitteilte.

Ende Juni hatte der Regierungschef dem Parlament einen 24 Punkte umfassenden Plan zur nationalen Versöhnung vorgelegt. Dieser sieht vor allem eine Begnadigung aller Häftlinge vor, die keine Bluttat begangen haben, nicht an Terroranschlägen beteiligt waren und keine Anhänger des entmachteten Präsidenten Saddam Hussein sind.

Zu einem späteren Zeitpunkt ist eine noch umfassendere Konferenz zur nationalen Versöhnung vorgesehen, an der neben den Stammesältesten auch religiöse und politische Würdenträger teilnehmen sollen. Einen Termin gibt es noch nicht.

(li/sda)

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