Suche nach vermissten Kinder weiterhin ohne Erfolg
publiziert: Freitag, 24. Jul 2009 / 21:00 Uhr

Stans - Die Suche nach den zwei vermissten Kindern verlief auch am siebten Tag nach dem Drama am Gerlibach ergebnislos. Dies obwohl sie heute Freitag erstmals auf tiefere Gebiete des Vierwaldstättersees ausgedehnt wurde. Die Suche wird am Wochenende fortgesetzt.

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Bis zu 100 Meter tief und gegen 500 Meter vom Ufer entfernt tauchte ein Spezialist der Tauch-Treff AG Zug. Mit einem Unterwasserscooter mit Navigation wurde ein im voraus definiertes Gebiet im See abgesucht. Der Taucher wurde durch das Bergungsschiff Kon-Tiki der Tauchsportgruppe Poseidon Luzern unterstützt.

Die zwei bis drei Stunden dauernden Tieftauchgänge wurde durchgeführt, weil die Engelberger Aa immer noch viel Wasser führt und die Strömung entgegen den Erwartungen auch in grösserer Tiefe stark ist.

Wiederum wurde auch die Wasseroberfläche durch Polizei und Feuerwehr beobachtet und abgesucht. Zudem gehen Polizeipatrouillen sporadisch das Ufer ab. All diese Bemühungen blieben ohne Erfolg, wie die Nidwaldner Kantonspolizei am Freitag mitteilte.

Suche geht weiter

Die Suche an der Wasseroberfläche wird am Wochenende fortgesetzt. Es könnte sein dass die Leichen der Kinder aufgetrieben werden. Diese Massnahmen wird wenn nötig mindestens bis Dienstag fortgesetzt. Zusätzlich ist am Wochenende eine Flächensuche mit Unterwasserkamera vorgesehen.

Das Unglück hatte sich am letzten Freitag bei einem heftigen Gewitter ereignet. Das Mädchen und der Bub wurden wahrscheinlich vom Hochwasser führenden Gerlibach in Wolfenschiessen NW mitgerissen und von der Engelberger Aa in den See geschwemmt. Die vierjährige Schwester des Buben konnte sich in Sicherheit bringen.

Die Mutter der Elfjährigen hatte die drei Kinder um 17 Uhr von Luzern mit dem Zug nach Hause geschickt. Sie fuhren bis Grafenort OW und machten sich dort zu Fuss auf den Heimweg. Erst nach Mitternacht wurden die Kinder von der Frau als vermisst gemeldet.

(smw/sda)

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