Flugzeugunglück
Suche nach verschollener Maschine geht weiter
publiziert: Sonntag, 9. Mrz 2014 / 08:49 Uhr
Verschollene Boeing 777-Maschine der Malaysia Airlines: Bislang keine Hinweise auf einen Terrorakt.
Verschollene Boeing 777-Maschine der Malaysia Airlines: Bislang keine Hinweise auf einen Terrorakt.

Kuala Lumpur/Hanoi - Von dem vor Vietnam verschollenen Flugzeug fehlt über 24 Stunden nach Abbruch des Radarkontakts jede Spur. An der Suche im Seegebiet vor Vietnam beteiligten sich am Sonntag Schiffe aus Malaysia, Vietnam, den Philippinen und China. Auch die USA haben Hilfe zugesagt.

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Mehrere Flugzeuge waren ebenfalls im Einsatz. Am Samstag war eine Ölspur in dem Gebiet entdeckt worden. Es war aber noch unklar, ob sie von der Malaysia Airlines-Maschine mit 239 Menschen an Bord stammte.

Argwohn weckten Berichte, dass zwei Tickets für den Flug offenbar mit gestohlenen Pässen gekauft worden waren. Ein Italiener und ein Österreicher, die auf der Passagierliste standen, waren nicht an Bord. Beide berichteten in ihren Heimatländern, dass ihnen in den vergangenen beiden Jahren die Pässe gestohlen worden waren.

Weiter Ungereimtheiten

Unterdessen war von weiteren Ungereimtheiten auf der Passagierliste die Rede. Die Behörden würden derzeit die Identitäten von mindestens zwei weiteren Insassen prüfen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag aus Sicherheitskreisen. Die Fälle würden mit den betreffenden Landes-Botschaften in Malaysia abgeglichen. Um welche Nationalitäten es geht, war zunächst unklar. Sie hätten aber ihre Tickets über die China Southern Airlines gekauft.

Bei den Ermittlungen werde nichts ausgeschlossen, sagten Malaysias Regierungschef Najib Razak und der Direktor der Behörde für Zivilluftfahrt auf Fragen nach einem möglichen Anschlag. Die «New York Times» zitierte dagegen nicht genannten Geheimdienstler mit den Worten: «Die gestohlenen Pässe sind zwar interessant, bedeuten aber nicht zwingend, dass es sich um einen Terroranschlag handelte.»

Die Bundespolizei FBI schickt nach einem Bericht der «Los Angeles Times» Ermittler sowie technische Experten nach Malaysia. Diese sollten auf dem Flughafen von Kuala Lumpur Videobänder sichten, ob darauf Verdächtige des Terrornetzwerkes Al Kaida beim Start der Unglücksmaschine zu sehen seien.

«Ein Geheimnis»

Bisher gebe es aber keine Hinweise auf einen Terrorakt, zitiert das Blatt namentlich ungenannte Sicherheitsbeamte. «Was geschah, ist bisher ein Geheimnis», zitiert das Blatt einen Beamten. Das FBI helfe bei den Ermittlungen, weil mindestens drei der vermissten Passagiere Amerikaner seien.

Die Boeing war am frühen Samstag ohne Notruf der Piloten plötzlich vom Radar verschwunden. In der Region war kein Unwetter, und der Pilot war ein erfahrener Mann.

Das US-Verteidigungsministerium habe Aufnahmen aus einem Überwachungsprogramm geprüft, die weltweit Lichtblitze aufzeichnet, berichtete die «New York Times». In der Region habe es aber zum fraglichen Zeitpunkt keine Anzeichen einer Explosion gegeben.

Ein malaysischer Sicherheitsexperte zog einen Vergleich zu dem Absturz 1988 von PanAm-Flug 103 über Lockerbie in Schottland. 261 Menschen kamen ums Leben. Die Maschine verschwand damals auch ohne Anzeichen von Problemen vom Radar. Wie sich herausstellte, explodierte eine Bombe an Bord. Malaysias Verkehrsminister warnte aber vor voreiligen Spekulationen.

«Wir bitten Malaysier und Menschen in aller Welt demütig, für Flug MH370 zu beten», schrieb Malaysia Airlines am Sonntagmorgen auf seiner Webseite. Die Maschine sei noch nicht gefunden worden.

(asu/sda)

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Dass...
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http://www.focus.de/panorama/welt/verschollene-boeing-777-entfuehrten-...
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