Suchteams finden keine Massenvernichtungswaffen in Irak
publiziert: Donnerstag, 25. Sep 2003 / 16:30 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 25. Sep 2003 / 18:09 Uhr

Washington - Nach rund vier Monaten intensiver Suche sind in Irak keine Massenvernichtungswaffen gefunden worden. Dies wird die US-Regierung bald offiziell einräumen müssen.

Wie US-Medien berichteten, will der amerikanische Leiter des 1200 Mann umfassenden Suchteams, David Kay, in Kürze dem Kongress einen Zwischenbericht mit dieser Feststellung zuleiten.

US-Präsident George W. Bush hatte den Irak-Krieg hauptsächlich mit der irakischen Bedrohung durch chemische und biologische Waffen begründet.

Kritik durch Opposition

Die bisher erfolglose Suche hat bei den oppositionellen Demokraten im US-Kongress zu wachsender Kritik an Bushs Irak-Kurs geführt.

In den US-Medien hiess es unter Berufung auf amerikanische Regierungsbeamte, der frühere UNO-Waffeninspektor werde in seinem Report darauf hinweisen, dass es bisher keinen Waffenfund gegeben habe. Die Suche sei aber noch nicht abgeschlossen.

Kay glaubt weiter

Kay werde nicht ausschliessen, dass Massenvernichtungswaffen im Irak versteckt seien oder bis zum Irak-Krieg dort existierten.

Weiter hiess es, Kay werde möglicherweise über Hinweise auf Vorläufer von verbotenen Waffensystemen und über den Fund von Ausrüstung berichten. Diese habe sowohl zivil als auch militärisch zur Herstellung von biologischen oder chemischen Waffen genutzt werden können.

Zumindest ein früherer irakischer Sicherheitsbeamter habe gegenüber Kays Team eingestanden, dass er bis vor der amerikanischen Irak-Invasion an einem Programm für biologische und chemische Kampfstoffe mitgearbeitet habe. Weiter könne und werde Kay in seinem Report aber nicht gehen.

(bert/sda)

 
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