Sudan fordert Abzug aus Darfur
publiziert: Montag, 4. Sep 2006 / 07:04 Uhr

Khartum - Der Sudan hat die Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AU) für die westsudanesische Region Darfur aufgefordert, bis Ende September das Land zu verlassen.

Die Friedenstruppe der Afrikanischen Union habe es nicht geschaft, die Gewalt einzudämmen.
Die Friedenstruppe der Afrikanischen Union habe es nicht geschaft, die Gewalt einzudämmen.
3 Meldungen im Zusammenhang
«Wir bitten sie zu gehen, weil sie angedeutet haben, dass sie nicht in der Lage sind, ihre Mission fortzusetzen», sagte am Sonntag ein Sprecher des Aussenministeriums in Khartum, Dschamal Ibrahim. «Das ist eine endgültige Entscheidung.»

Die AU hatte erklärt, sie habe nur bis Mitte Oktober genügend Geld für den Einsatz. Die Soldaten hätten es nicht geschafft, die Gewalt in Darfur einzudämmen.

Ibrahim wies Stellungnahmen der AU zurück, wonach sie eine Fortführung der Mission durch die Vereinten Nationen (UNO) befürwortet.

«Wir denken, dass sie kein Recht haben, ihren Auftrag an eine andere Partei zu übertragen - wir sind diejenigen, die entscheiden, ob wir mit der AU weiter arbeiten oder nicht», sagte der Ministeriumssprecher.

Zunahme der Gewalt

Der UNO-Sicherheitsrat hatte gegen den Protest der sudanesischen Regierung am Donnerstag beschlossen, mehr als 20 000 Blauhelm- Soldaten in Darfur zu stationieren.

Der Sudan hat daraufhin Truppen in den Norden der Region geschickt und eine Offensive gegen die dortigen Rebellen gestartet. Beobachter warnen vor einer weiteren Zunahme der Gewalt.

Die AU wurde nach eigenen Angaben offiziell nicht über die Entscheidung der Regierung in Khartum unterrichtet. Ein Sprecher lehnte es ab, sich zu dem Thema zu äussern.

Vergewaltigungen, Plünderungen und Mord

Der Darfur-Konflikt war im Februar 2003 ausgebrochen, als nach dem Aufstand meist nicht arabischstämmiger Rebellen die Regierung Milizen bewaffnete, um die Revolte niederzuschlagen.

Den Milizen werden Vergewaltigungen, Plünderungen und Mord vorgeworfen. Bei den anhaltenden Kämpfen in Darfur sind in den vergangenen drei Jahren Zehntausende Menschen ums Leben gekommen, mehr als 2,5 Millionen Einwohner befinden sich auf der Flucht.

(rr/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - Sudans Präsident Omar ... mehr lesen
Sudans Präsident Omar Hassan al Baschir.
Sudans Regierung könnte zur Verantwortung gezogen werden, sagte Annan.
New York - UNO-Generalsekretär ... mehr lesen
Addis Abeba - UNO-Generalsekretär ... mehr lesen
Der drohende Abzug der AU-Soldaten führe zu einem Machtvakuum.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene Offensive zurückzuschlagen, seien gescheitert. mehr lesen   1
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Die NATO sei weiterhin an einem Dialog mit Russland interessiert.
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 6°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 7°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 7°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 5°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 7°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 9°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 11°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten