Sudan soll mehr Hilfe bekommen
publiziert: Samstag, 29. Dez 2007 / 15:54 Uhr

Brüssel - Der von der humanitären Katastrophe in der Region Darfur erschütterte Sudan wird im kommenden Jahr Schwerpunkt der EU-Nothilfe werden. Dies kündigte EU-Entwicklungskommissar Louis Michel in Brüssel an.

Der Grossteil des Geldes soll für die Unterstützung der Flüchtlinge bereitgestellt werden.
Der Grossteil des Geldes soll für die Unterstützung der Flüchtlinge bereitgestellt werden.
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Im nächsten Jahr sollen demnach 70 Millionen Euro (116 Millionen Franken) - vor allem für die Unterstützung von Flüchtlingen - bereitgestellt werden.

Für das Nachbarland Tschad stellte die EU-Kommission 17 Millionen Euro (28 Millionen Franken) bereit. Dorthin flüchteten viele Menschen aus Darfur.

Der Konflikt in Darfur dauert seit vier Jahren und gilt als die derzeit schlimmste humanitäre Krise der Welt. Bisher kamen mindestens 200'000 Menschen ums Leben, mehr als zwei Millionen wurden vertrieben.

Auch Geld für Afghanistan, Kongo und Kolumbien

Insgesamt verteilte die Kommission für ihre weltweite humanitäre Hilfe im kommenden Jahr bereits 370 Millionen Euro (615 Millionen Franken) für konkrete Projekte in Krisenländern. Im vergangenen Jahr waren rund 700 Millionen Euro geflossen.

Dieser Betrag solle zum Ende 2008 wieder erreicht werden, hiess es aus der Behörde von Michel. Geld fliesst unter anderem auch nach Afghanistan, in den Kongo oder nach Kolumbien.

(rr/sda)

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