Sudans Präsident für Waffenruhe - Rebellen unbeeindruckt
publiziert: Mittwoch, 12. Nov 2008 / 15:14 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 12. Nov 2008 / 23:16 Uhr

Karthum - Der sudanesische Präsident Omar Hassan al-Baschir hat eine sofortige Waffenruhe für Darfur angekündigt. Die Regierung werde die ihr zugewandten Milizen entwaffnen, sagte Baschir in Khartum.

Fordert Kontrollmechanismus: Omar Al-Baschir.
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Voraussetzung sei ein effektiver Überwachungsmechanismus, der von allen Konfliktparteien respektiert werde, fügte er hinzu.

Eine der einflussreichsten Rebellengruppen in Darfur zeigte sich unbeeindruckt: Sie kritisierte Baschirs Ankündigung als nicht ernst gemeint.

Die Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (JEM) werde den Kampf fortzuführen, bis sich die Regierung zur Machtteilung bereiterkläre, erklärte einer der JEM-Anführer.

«Wir können nicht umsonst die Waffen niederlegen.» Der Kampf gehe weiter, «bis ein Rahmenabkommen vorliegt, das die Rechte der Bewegung garantiert».

Empfehlung des Volksforums

Die Ausrufung einer Waffenruhe war eine der wichtigsten Empfehlungen des sogenannten Volksforums, das sich aus Vertretern der Regierung und der Opposition zusammensetzt und von den Rebellen in Darfur boykottiert wurde. Die ebenfalls von dem Forum empfohlene Freilassung politischer Gefangener sagte Baschir nicht zu.

Die westsudanesische Region Darfur ist seit 2003 in Kriegswirren verstrickt. Zwei Rebellenorganisationen, die sich als Vertreter der schwarzafrikanischen Volksgruppen in Darfur sehen, begannen den Aufstand gegen die Regierung in Khartum.

Die JEM und die Sudanesische Befreiungsbewegung (SLM) fordern mehr politische Autonomie und eine gerechtere Beteiligung an den wirtschaftlichen Reichtümern des Gebiets - darunter grosse Vorkommen an Öl, Uran und Kupfer.

(bert/sda)

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