Angebot für Militärgespräche angenommen
Süd- und Nordkorea nähern sich an
publiziert: Donnerstag, 20. Jan 2011 / 20:59 Uhr

Seoul - Auf der koreanischen Halbinsel stehen die Zeichen auf Entspannung: Südkorea nahm am Donnerstag ein Angebot des Nordens für ranghohe Militärgespräche an.

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Ob die Verhandlungen auf Ministerebene stattfänden, sei aber noch nicht entschieden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul am Donnerstag. Ausserdem wolle die Regierung über eine nukleare Abrüstung auf der geteilten Halbinsel sprechen.

Ort und Zeitpunkt des Treffens blieben zunächst unklar. Gleichwohl wachsen nun die Chancen für eine erneute Abrüstungsrunde, für die Nordkorea im Gegenzug Hilfslieferungen erhalten dürfte.

Die Beziehungen zwischen dem demokratisch regierten Süden und dem kommunistisch geführten Norden hatten sich im vergangenen Jahr dramatisch verschlechtert. Bei einem Torpedo-Angriff auf das südkoreanische Kriegsschiff «Cheonan» waren im März 46 Seeleute getötet worden.

Die Führung in Pjöngjang wies den Vorwurf zurück, das Schiff versenkt zu haben. Im November griff das nordkoreanische Militär zudem die südkoreanische Insel Yeonpyeong an. Dabei starben vier Menschen.

Viele mögliche Gründe für Säbelrasseln

Beobachter führten das militärische Säbelrasseln einerseits auf wirtschaftliche Probleme des Nordens zurück. Andererseits wurde auch vermutet, dass die Führung in Pjöngjang Hardliner im Militär besänftigen und die schrittweise Machtübergabe von Staatschef Kim Jong Il an dessen jüngsten Sohn Kim Jong Un erleichtert wollte.

Aus Regierungskreisen in Seoul verlautete, Südkorea werde bei den Gesprächen den Angriff auf die Insel sowie die Versenkung des Kriegsschiffes ansprechen. Nordkorea habe dieser Agenda zugestimmt, meldeten südkoreanische Medien.

Die Führung in Pjöngjang habe der Regierung in Seoul ausserdem die Entscheidung überlassen, wann und wo die Verhandlungen stattfinden. Die USA hatten die Wiederaufnahme des Gesprächsfaden zwischen Nord- und Südkorea als Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche genannt, die seit mehr als zwei Jahren auf Eis liegen.

(bert/sda)

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