Scharfe Zähne
Südafrika: Urlaub im Grosskatzen-Refugium
publiziert: Dienstag, 18. Feb 2014 / 08:16 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 18. Feb 2014 / 09:32 Uhr
Im Lionsrock wird Tierschutz un Tourismus vereint. (Symbolbild)
Im Lionsrock wird Tierschutz un Tourismus vereint. (Symbolbild)

Wien/Johannesburg - Löwen aus Wanderzirkussen und Tiger aus Substandardzoos finden, mit etwas Glück, ihr neues Zuhause im südafrikanischen Lionsrock-Park.

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Die Tierschutzorganisation «Vier Pfoten» betreibt seit einigen Jahren den insgesamt 1250 Hektar grossen Naturpark - rund drei Autostunden von Johannesburg. Seit mehreren Jahren kann man in der Lionsrock Lodge im Park auch Urlaub machen.

«Im Lionsrock gibt es derzeit 23 Grossgehege für die 107 Raubtiere. Auswildern kann man die Raubkatzen, die bereits in Zoos oder in Käfigen aufgewachsen sind, nämlich nicht. Denn sie würden in der freien Natur nicht überleben», so Heli Dungler, Gründer und Geschäftsführer von Vier Pfoten, im pressetext-Interview. Das bedeutet, dass die Grosskatzen auch gefüttert werden müssen.

Jede Grosskatze hat eine Lebensgeschichte

«Jedes Tier, das wir hier her gebracht haben, hat sein eigenes Schicksal», weiss Dungler, der von völlig abgemagerten und verängstigten Löwen und Tigern berichtet. «Wir übernehmen nur Tiere aus Institutionen, die sich schriftlich dazu verpflichten, keine Grosskatzen mehr anzuschaffen. Es ist unvorstellbar, dass es immer noch Zirkusse und Zoos gibt, in denen Grosskatzen in engen Käfigen untergebracht sind und ein Leben unter fürchterlingen Bedingungen fristen.»

Nach einer amtstierärztlichen Untersuchung werden die Tiere dann nach Südafrika transportiert und in den Gehegen freigelassen. «Einer der schönsten Momente ist, wenn ein Tier nach der Ankunft erstmals sein neues Zuhause betritt. Für viele ist es das erste Mal, dass sie Erdboden unter ihren Füssen spüren.»

Urlaub mit Tierbeobachtung inklusive

Das Grossgehege mit den Raubkatzen umfasst rund 50 Hektar. Im restlichen Park leben andere typisch afrikanische Tierarten wie etwa Zebras, Antilopen oder Gnus frei. «Lionsrock ist öffentlich zugänglich und bietet eine einzigartige Verschmelzung zwischen Tierschutz und Tourismus. Die Lodge verfügt über Doppelzimmer, aber auch über Selbstversorgerhütten und biet Platz für rund 55 Gäste.»

Auf dem Gelände der Lodge befindet sich auch ein Restaurant sowie eine Bar. «Unseren Gästen wird ein breites Spektrum von Aktivitäten angeboten. Diese reichen von Pirschfahrten, Reiten, Vogelbeobachtung und Wanderungen bis hin zu Exkursionen zum nahe gelegenen Golden Gate National Park, ins Clarens Tal oder nach Lesotho», erklärt Dungler.

Gute Verbindung nach Österreich

Die Österreicherin Hildegard Pirker ist Leiterin der Tierschutzabteilung in Lionsrock. Sie war früher für die Tiere im Safaripark Gänserndorf verantwortlich. Löwen dieses inzwischen stillgelegten Parks leben heute im Lionsrock - ebenso wie auch 28 Löwen aus sechs verschiedenen Zoos in Rumänien.

«Lionsrock ist ein wirklich tolles Reiseziel und es lohnt sich hier herzukommen», meint Herbert Höpfl, Chefredakteur der Musikzeitung Concerto, gegenüber pressetext. Auf der Hotelbuchungsplattform wird die Lodge von Besuchern mit 4,5 Punkten durchwegs mit «exzellent» bis «sehr gut» bewertet.

Gemeinsam an Lösungen arbeiten

«In Südafrika, wo so viele soziale Bedürfnisse im Zusammenhang mit Armut, Kriminalität und Gesundheit bestehen, geniesst Tierschutz keine hohe Priorität. Aber Missbrauch von Menschen und Tieren haben die gleiche Wurzel. Unsere Organisation arbeitet an diesen Problemen mit Jugendlichen, insbesondere mit solchen aus benachteiligten Wohngegenden», so Dungler. «Dazu hat Vier Pfoten ein Bildungsprogramm zum Thema Tierschutz eingerichtet, in dessen Rahmen Schüler nach Lionsrock eingeladen werden, um mehr über Tiere zu lernen.»

(bg/pte)

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