Angespannte Lage
Südkorea startet jährliches Seemanöver an der Ostküste
publiziert: Mittwoch, 22. Dez 2010 / 08:01 Uhr
Das Manöver soll in der Region Pocheon, etwa 50 Kilometer nördlich von Seoul, an Land stattfinden.(Archivbild)
Das Manöver soll in der Region Pocheon, etwa 50 Kilometer nördlich von Seoul, an Land stattfinden.(Archivbild)

Seoul - Trotz der weiterhin angespannten Lage zwischen Süd- und Nordkorea hat der Süden am Mittwoch mit seinem jährlichen Seemanöver begonnen. Das Manöver wird an der Ostküste der Halbinsel abgehalten und nicht entlang der umstrittenen Seegrenze im Westen Südkoreas.

6 Meldungen im Zusammenhang
Für Donnerstag ist allerdings ein weiteres Manöver nahe der Grenze zum Norden geplant, wie die südkoreanische Armee am Mittwoch mitteilte. Die Anzahl der Soldaten werde die höchste sein, die es je bei einer Übung in Friedenszeiten gegeben habe, hiess es, ohne dass genaue Zahlen genannt wurden.

Das Manöver soll in der Region Pocheon, etwa 50 Kilometer nördlich von Seoul, an Land stattfinden. Es werde mit scharfer Munition geschossen und es würden Einheiten der Artillerie sowie Kampfflugzeuge zum Einsatz kommen.

Umstrittene Übung

Südkorea hatte erst am Montag eine äusserst umstrittene Übung mit scharfer Munition in einem zwischen Nord- und Südkorea strittigen Seegebiet durchgeführt. Nordkorea hatte für den Fall dieser Übung mit Krieg gedroht, sich nach dem Manöver aber ungewöhnlich zurückhaltend gezeigt.

Der Norden hatte in dem umstrittenen Seegebiet am 23. November nach einem Manöver des Südens die südkoreanische Insel Yeonpyeong beschossen und vier Menschen getötet. Es war der schwerwiegendste Angriff seit dem Ende des Korea-Kriegs 1953.

Pragmatische Einstellung

Nordkorea hatte sich nach Aussage von US-Gouverneur Bill Richardson am Dienstag bereiterklärt, wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) ins Land zu lassen. Der inoffizielle US-Gesandte erklärte, Nordkorea habe bei seinen Gesprächen eine pragmatische Einstellung an den Tag gelegt.

Er äusserte zudem die Ansicht, das nordkoreanische Angebot könne zu einer Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche zum Atomprogramm Nordkoreas führen. An den Gesprächen sind neben den beiden koreanischen Staaten die USA, Russland, Japan und China beteiligt.

Die US-Regierung lehnt die Wiederaufnahme von internationalen Verhandlungen mit Nordkorea jedoch vorläufig ab. Hierfür sei es zunächst einmal nötig, dass Nordkorea sein aggressives Verhalten ändere, sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Robert Gibbs, am Dienstag. Washington wolle versöhnliche Taten, keine Worte.

(ade/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Seoul - Der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak hat die vor zwei Jahren ... mehr lesen
Der südkoreanische Präsident fordert Verteidigung der Seegrenzen.
Seoul - Der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak hat für den Fall einer ... mehr lesen
Lee Myung Bak.
Bei der Übung sollen unter anderem auch Panzer eingesetzt werden. (Archivbild)
Pocheon - Kurz vor Jahresende ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Südkoreanische Streitkräfte.
Seoul/New York - Südkorea hat seine von Nordkorea scharf kritisierte Militärübung verschoben. Das Manöver werde aufgrund schlechten Wetters nicht planmässig beginnen, teilte Südkorea ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Überschattet wird der Besuch von Ri Su Yong mit einem erneuten Raketentest von Nordkorea.(Archivbild)
Überschattet wird der Besuch von Ri Su Yong ...
Erster Besuch seit Atomwaffentest  Peking - Einer der wichtigsten Politiker Nordkoreas ist zu einem Besuch in China eingetroffen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, landete Ri Su Yong, ein stellvertretender Vorsitzender von Nordkoreas Arbeiterpartei, am Dienstag in Peking. mehr lesen 
Bereits mehrere Tests durchgeführt  Seoul - Ein neuerlicher Raketentest Nordkoreas ist am frühen Dienstagmorgen nach ... mehr lesen  
Die Schiffe haben sich nach den Warnschüssen wieder ins nordkoreanische Gewässer zurückgezogen. (Symbolbild)
Reaktion auf Verletzung der Grenze  Seoul - An der innerkoreanischen Grenze ist es erneut zu Spannungen gekommen. Die südkoreanische Marine feuerte nach der Verletzung der Grenze aus ... mehr lesen  
Auch Treffen mit Kim Jong Un kein Problem  New York - In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters hat der republikanische ... mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 10°C 16°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
Basel 12°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 10°C 14°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
Bern 11°C 16°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 12°C 17°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft trüb und nass
Genf 11°C 16°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 12°C 24°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft bedeckt mit Gewittern
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten