Südkoreas harte Linie gegen Nordkorea
publiziert: Donnerstag, 20. Dez 2007 / 07:14 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Dez 2007 / 07:50 Uhr

Seoul - Südkoreas neugewählter konservativer Präsident Lee Myung Bak will Druck auf Nordkorea in Sachen Menschenrechten ausüben. Die Menschenrechtsfrage könne nicht ausgeklammert werden, sagte Lee.

Laut dem amtlichen Wahlergebnis errang Lee Myung Bak 48,7 Prozent der Stimmen.
Laut dem amtlichen Wahlergebnis errang Lee Myung Bak 48,7 Prozent der Stimmen.
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Bei seiner ersten Pressekonferenz nach seinem Sieg bei der Präsidentschaftswahl vom Vortag, forderte Lee Pjöngjang auf, im Gegentzug für Wirtschaftshilfen aus Seoul sein Atomprogramm einzustellen.

Bereits im Wahlkampf hatte sich Lee für eine harte Linie gegenüber dem nördlichen Nachbarn ausgesprochen und war damit deutlich auf Distanz zur sogenannten Sonnenscheinpolitik der von seinem Vorgänger Roh Moo Hyun mitgegründeten Mitte-links-Partei Uri gegangen.

Bezug zur Wirtschaft

Lee versprach, eine pragmatische, wirtschaftsfreundliche und marktorientierte Politik zu betreiben. Er werde bald mit Wirtschaftsführern und ausländischen Investoren zusammentreffen und ihnen seine Pläne für die Wiederbelebung der Wirtschaft detailliert darlegen, sagte er.

Lee hat Erfahrungen als ehemaliger Chef eines Teils des Autokonzerns Hyundai gesammelt. Als Bürgermeister von Seoul zwischen 2002 und 2006 setzte er unter anderem mehrere Bau- und Umweltprojekte durch. Nach seiner Vereidigung und Amtsübernahme am 25. Februar wird Lee der erste südkoreanische Präsident mit Berufserfahrung in der Wirtschaft.

Untersuchung eingeleitet

Das Parlament in Seoul hatte am Montag einen Untersuchungsausschuss eingesetzt, der Korruptionsvorwürfe gegen ihn prüfen soll. Kurz vor der Wahl war ein Video aufgetaucht, auf dem Lee seine Beteiligung an der Gründung einer Investmentfirma erwähnt, die 2001 in einen Finanzskandal verwickelt war.

Die Staatsanwaltschaft prüft nun Anschuldigungen gegen den Präsidentschaftsanwärter wegen Dokumentenfälschung und Unterschlagung. Mit seinem Amtsantritt geniesst Lee jedoch Immunität.

(bert/sda)

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