Südossetien will doch nicht in die Russische Föderation
publiziert: Donnerstag, 11. Sep 2008 / 10:45 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 11. Sep 2008 / 18:55 Uhr

Moskau - Mit Äusserungen über einen möglichen Anschluss Südossetiens an Russland hat der selbsternannte südossetische Präsident Eduard Kokojty für Verwirrung gesorgt. Er bekräftigte jedoch die Unabhängigkeit.

Der selbsternannte Präsident Südossetiens Eduard Kokoity rudert zurück.
Der selbsternannte Präsident Südossetiens Eduard Kokoity rudert zurück.
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«Wir planen nicht, unsere Unabhängigkeit aufzugeben, die wir auf Kosten riesiger Opfer erlangt haben», sagte Kokojty laut der Nachrichtenagentur Interfax.

Er sei «offensichtlich missverstanden» worden, erklärte er nach übereinstimmenden Meldungen russischer Agenturen, er wünsche eine Vereinigung mit der Teilrepublik Nordossetien innerhalb der Russischen Föderation.

Auch der russische Aussenminister Sergej Lawrow verneinte. «Südossetien will sich niemandem anschliessen», sagte Lawrow bei einem Besuch in Warschau. Als eigenständiger Staat kann Südossetien mit seinen auf 50'000 bis 100'000 geschätzten Einwohnern nur mit Hilfe Russlands überleben.

«Schutzmacht Russland»

Das Verteidigungsministerium in Moskau verkündete, dass Russland jeweils 3800 Soldaten in Südossetien und Abchasien stationieren werde. Russland hatte die beiden Gebiete am 26. August als unabhängig anerkannt.

Das am Schwarzen Meer gelegene Abchasien sucht eine enge Anbindung an Russland, will aber seine selbst erklärte Souveränität ebenfalls behalten. Georgien sieht die abtrünnigen Gebiete weiterhin als sein Staatsgebiet an und wirft Russland Annektierung vor.

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin erklärte, Russland habe keine «imperialistischen Ambitionen». Putin reagiert damit auf die Befürchtungen der Ukraine, Russland könne sich eines Tages ähnlich wie in Südossetien auch in die innerukrainischen Streitigkeiten einschalten.

(smw/sda)

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