SuisseID: Keine Handy-Lösung geplant
publiziert: Sonntag, 11. Apr 2010 / 11:49 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 11. Apr 2010 / 12:19 Uhr

Zürich/Wien - Bei der für 1. Mai geplanten SuisseID-Einführung wird es vorerst keine Handy-basierte Lösung geben. Das hat Swisscom-Sprecher Olaf Schulze nun bestätigt.

SuisseID: Schweiz hat noch weiten Weg vor sich.
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«Das Thema spielt derzeit definitiv keine Rolle. Es ist keine Lösung geplant», so Schulze.

Die Swisscom galt neben den SuisseID-Anbietern SwissSign und QuoVadis als heisser Anwärter auf eine Mobiltelefon-basierte Umsetzung der SuisseID.

Österreich als Vorreiter

Dass das Telekommunikationsunternehmen nicht gleich zum Start mit einer SuisseID-Lösung vorpreschen will, ist allerdings nicht weiter verwunderlich. Denn bisher ist Nachbarstaat Österreich weltweit das einzige Land, das seit Ende 2009 eine entsprechende Signaturlösung für Mobiltelefone anbietet. Die Handysignatur ist wie die mit der SuisseID vergleichbaren Bürgerkarte in Österreich gratis, da der Bund für alle Kosten aufkommt.

«Die Schweizer haben bei der Einführung der elektronischen Identität definitiv noch einen weiten Weg vor sich», erklärt Michael Butz, Geschäftsführer der österreichischen Zertifizierungsstelle A-Trust. Denn selbst in Österreich, wo der Bund durch die kostenlose Freischaltung der Sozialversicherungskarten als Bürgerkarten für eine flächendeckende Infrastruktur sorgte, werden derzeit gerade einmal 150'000 Benutzer von qualifizierten Signaturen gezählt.

Signatur in der Hosentasche

Vor allem im privaten Bereich fallen die Userzahlen mit rund 75'000 Benutzern (davon 60.000 auf E-Card-Basis) bisher recht gering aus. Als Hindernis für die Massentauglichkeit galt seit jeher, dass die für die Auslesung der Karten notwendigen Kartenlesegeräte kaum Verbreitung fanden. «Mit der Handysignatur habe ich die Bürgerkarte als Mobiltelefon immer in der Hosentasche mit dabei. Auch die Softwareinstallation auf dem PC entfällt damit», erklärt Butz.

Dass die Schweiz vorerst wohl ohne entsprechende Handylösung auskommen muss, sieht Butz dennoch als unproblematisch: «Gerade im Business-Segment bietet eine Kartenlösung viel umfassendere Möglichkeiten, zumal sie um eine Reihe von Zusatzfunktionen wie PC- oder Gebäude-Log-in erweitert werden kann.» Dazu kommt, dass die Schweizer SuisseID-Anbieter mithilfe von USB-Sticks ohnehin entsprechende mobile Lösungen im Programm haben.

Zwei-Weg-Authentifizierung

Technisch gesehen funktioniert die mobile Signatur in Österreich wie das von den Banken bekannte Mobile-TAN-System. Einmal registriert, loggt man sich mittels Handynummer und dem geheimen Benutzerkennwort auf dem PC oder Laptop ein. Um eine Transaktion zu bestätigen, muss der per SMS zugesendete Code innerhalb eines kurzen Zeitfensters eingegeben werden.

Damit ist die klassische Zwei-Weg-Authentifzierung mit «etwas, das ich besitze» und «etwas, das ich weiss» weiterhin gegeben. Der Vorteil gegenüber Mobile TAN ist, dass der User sich nur einmal registrieren muss und damit bei einer Vielzahl von Portalen und E-Government-Services ausweisen kann.

Die Freischaltung des Handys erfolgt entweder über einen Besuch bei A-Trust oder auch online, wenn man bereits Bürgerkarten-Besitzer ist. In Kürze sollen aber auch alle registrierten österreichischen User von FinanzOnline die mobile Signatur freischalten können. Dort kann die mobile Signatur bereits jetzt verwendet werden. Andere Bürgerkarten- und Bankapplikationen wollen die Handysignatur ebenfalls in nächster Zeit unterstützen.

(ht/pte)

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