Suizidbeihilfe an Spitälern individuell geregelt?
publiziert: Mittwoch, 28. Feb 2007 / 23:50 Uhr

Bern - Jedes Schweizer Spital soll selbst festlegen, ob es die Beihilfe zum Suizid in seinen Räumen grundsätzlich zulassen will oder nicht. Das empfiehlt die Zentrale Ethikkommission der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW).

Das Universitätsspital Lausanne lässt die Beihilfe zum Suizid bereits zu.
Das Universitätsspital Lausanne lässt die Beihilfe zum Suizid bereits zu.
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Das Universitätsspital Lausanne (CHUV) lässt seit 2006 die Beihilfe zum Suizid zu. Und seit vergangenem September können Ärzte der Sterbehilfeorganisation EXIT im Genfer Unispital (HUG) tätig werden. Nach Angaben der SAMW in ihrem Bulletin ist Suizidbeihilfe seither auch in anderen Spitälern ein Thema.

Die Ethikkommission der Akademie habe sich darum erneut mit dem Thema befasst. Die Kommission sei gespalten: Es gebe Stimmen, die die Suizidbeihilfe aus Spitälern ausschliessen wollten und Stimmen, die sie für Ausnahmesituationen als vertretbar erachteten.

Die SAMW empfiehlt den Spitälern nun, eine eigene Haltung zu definieren, mit Rücksicht auf die Gegebenheiten vor Ort. Umfangreiche Checklisten sind nach Ansicht ihrer Ethikkommission nicht adäquat, da die Beihilfe zum Suizid sehr selten verlangt werde. Aus dem gleichen Grund sei Zurückhaltung zu emfehlen.

«Keine Beteiligung des Spitalpersonales»

Weiter hält die Kommission fest, dass sich das Spitalpersonal nicht an der Suizidbeihilfe beteiligen sollte. Einerseits anerkennt sie zwar, dass ein Arzt die Beihilfe zum Suizid im Sinn eines Beistandes «nicht delegieren kann oder will».

Anderseits hält sie es für problematisch, wenn Angestellte von Institutionen an der Suizidbeihilfe beteiligt werden. Dies könne die Gefühle des betreuenden Teams und auch jene der übrigen Patienten verletzen. Auch bestehe die Gefahr von Interessenkonflikten.

Die Diskussion um die Suizidbeihilfe werde noch lange nicht beendet sein, heisst es in der Stellungnahme der SAMW weiter. Ihre Ethikkommission verfolge die laufende Entwicklung und werde sich zu gegebener Zeit wieder äussern.

(ht/sda)

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