Super-League-Trainer setzen auf Brasilien
publiziert: Mittwoch, 31. Mai 2006 / 11:25 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 1. Jun 2006 / 06:57 Uhr

Zehn Trainer haben vor der Weltmeisterschaft eine Prognose gewagt. Brasilien ist auch für die Experten der grosse Favorit, die Schweiz ein vielversprechender Aussenseiter.

Meistertrainer Lucien Favre glaubt an eine Trotzreaktion Italiens.
Meistertrainer Lucien Favre glaubt an eine Trotzreaktion Italiens.
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Lucien Favre (FC Zürich): «Brasilien ist der logische Favorit. Aber ich glaube nicht, dass die Brasilianer gewinnen. Erst einmal konnte eine südamerikanische Mannschaft auf europäischem Boden Weltmeister werden.

Deshalb denke ich, ein europäisches Team wird das Rennen machen: Italien, England oder vielleicht Holland. Für Italien könnten die ganzen Turbulenzen um die Affäre ´Juventus Turin´ ein Vorteil werden; die Mannschaft könnte zusammenrücken und eine Trotzreaktion zeigen.

Die Schweiz muss die Gruppenphase überstehen, dann ist vieles möglich. Die Viertelfinals sind ein realistisches Ziel für die junge Mannschaft.»

Christian Gross (FC Basel): «Ich bin nicht besonders kreativ. Für mich sind Brasilien und Argentinien favorisiert.

Daneben gibt es viele europäische Aussenseiter wie Deutschland, Frankreich und England. Es wird auf jeden Fall eine sehr enge WM.

Die Schweiz wird mit Südkorea um den 2. Platz in der Gruppe kämpfen und zusammen mit Frankreich in die Achtelfinals vorstossen. Wichtig wird sein, dass die Schweizer auf viel Zuschauerunterstützung zählen können.»

Gernot Rohr (Young Boys): «Brasilien ist Favorit Nummer eins. Deutschland hat als Gastgeber seine Chancen. Und als Geheimtipp kommt für mich Frankreich in Frage.

Die Schweiz ist ein Aussenseiter, mit dem man rechnen muss. Die Gruppenphase wird sie mit Frankreich problemlos überstehen und ab der K.o.-Phase ist sowieso alles möglich.»

Krassimir Balakov (Grasshoppers): «Es gibt einige Teams, die die Weltmeisterschaft gewinnen können. Einen grossen Favoriten sehe ich nicht.

Brasilien, Holland, Portugal, England und Gastgeber Deutschland haben für mich die besten Chancen. Die Schweiz wird ein positives Turnier spielen.

Sie hat gute Spieler und an der WM gibt es immer wieder Überraschungen wie 1994 mit den Bulgaren oder 1998 mit den Kroaten. Mit etwas Glück kann auch ein Aussenseiter weit kommen.»

Heinz Peischl (FC Thun): «Es gibt drei, vier Favoriten. Argentinien und Brasilien gehören auf jeden Fall dazu. Holland ist für mich ein klarer Mitfavorit.

In der Aussenseiterrolle sehe ich Italien und Frankreich. Die Schweiz wird DIE Überraschungsmannschaft der Weltmeisterschaft. Die Vorrunde übersteht sie souverän.»

Rolf Fringer (FC St. Gallen): «Der Kreis der Favoriten ist alle vier Jahre ungefähr der gleiche. Brasilien oder eine europäische Spitzenmannschaft wird Weltmeister. Ich denke, Holland könnte es schaffen.

Die Holländer haben für einmal eine gute Kaderstruktur, ein zweckmässiges Aufgebot, das der Aufgabe gewachsen ist.

Die Schweiz wird eine gute WM spielen. Sie hat Teamgeist, Selbstvertrauen und ist eingespielt. Das sind hervorragende Voraussetzungen für ein gutes Turnier.»

Urs Schönenberger (FC Aarau): «Die meisten Leute werden Brasilien sagen. Ich kann mir einen Final Brasilien gegen Holland vorstellen. Die Holländer haben ein junges, hungriges Team und wären mal an der Reihe, Weltmeister zu werden.

England darf man nicht unterschätzen und wer weiss, was Deutschland als Gastgeber zustande bringt.

Die Schweiz kann vieles leisten, braucht aber in jedem Spiel eine gute Tagesform. Südkorea und Togo sollten nicht unterschätzt werden. Trotzdem bin ich sicher, dass die Schweiz in die Achtelfinals kommt.»

Jürgen Seeberger (FC Schaffhausen): «Die südamerikanischen Teams aus Brasilien und Argentinien sind favorisiert. Italien, England und eventuell Deutschland haben ihre Chancen. An eine grosse Überraschung wie vor zwei Jahren an der EM mit Griechenland glaube ich nicht.

Afrika und Asien werden weiter auf den ersten Weltmeister warten müssen. Die Mannschaften dieser Kontinente sind noch nicht bereit für den Titel.

Der Schweiz traue ich viel zu. Die Barrage gegen die Türkei war ein Meilenstein in der Entwicklung des Teams. Von dieser Erfahrung werden die Schweizer profitieren. Nach der Gruppenphase ist dann sowieso alles möglich.»

René van Eck (FC Luzern): «Holland wird Weltmeister. Die Spieler sind stark, sie besitzen die Qualität, um den Titel zu holen.

Hinzu kommt, dass mit Marco van Basten ein ehemaliger Weltklassespieler auf der Trainerbank sitzt. Zum Favoritenkreis gehören auch Brasilien, Frankreich und Argentinien. Die Schweiz kann mit ihrer Truppe weit kommen.»

Christophe Moulin (FC Sion): «Brasilien und Holland haben gute Chancen. Deutschland wird im eigenen Land schwer zu schlagen sein.

Vielleicht können auch Argentinien, England und Frankreich etwas reissen.

Für die Schweiz sollte das Überstehen der Gruppenphase kein Problem sein. Zwei Unentschieden - gegen Frankreich und Südkorea - sowie ein Sieg gegen Togo werden zum Weiterkommen reichen.»

(rr/Si)

 
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