Suva erhöht Prämien für Nicht-Berufsunfallversicherung
publiziert: Freitag, 18. Jun 2004 / 12:04 Uhr

Luzern - Die Suva erhöht die Prämien für die Nicht-Berufsunfallversicherung um durchschnittlich 10,3 Prozent. Sie begründete den Schritt in Luzern mit der starken Zunahme der Freizeitunfälle. Die Erhöhung gilt ab 1. Januar 2005.

Immer mehr Freizeiunfälle.
Immer mehr Freizeiunfälle.
Die Freizeitunfälle seien alarmierend angewachsen, hiess es an der Bilanzmedienkonferenz. Trotz überdurchschnittlicher Kapitalerträge fuhr der Unfallversicherer deswegen 2003 ein Defizit von 97 Millionen Franken ein.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Nicht-Berufsunfälle um 3,6 Prozent auf 253 770 an. Noch stärker stiegen die Kosten. Zwischen 1998 und 2003 betrug das Wachstum 35 Prozent. Besonders viel zahlen musste die Suva für Invalidenrenten. Diese Entwicklung hält bereits mehrere Jahre an, ohne dass die Prämien angepasst wurden.

Erhöhung nicht für alle Betriebe gleich

Darum erhöht die Suva die Prämien für die Nicht-Berufsunfallversicherung um durchschnittlich 10,3 Prozent. Die Erhöhung fällt nicht für alle Betriebe gleich hoch aus.

Sie ist je nach Risiko in vier Kategorien gestaffelt und macht für das niedrigste Risiko 4,7, für das höchste 21,2 Prozent aus. Erhöhe sie die Prämien nicht, steige das Defizit um 100 bis 200 Millionen Franken im Jahr, hielt die Suva fest.

Trend zur Freizeitgesellschaft

Der Trend zur Freizeitgesellschaft halte an. Den grössten Beitrag zur Verhinderung von Freizeitunfällen könnten letztlich die Versicherten selbst leisten.

Neben ihren fortgesetzten Präventionsbemühungen und der Prämienerhöhung will die Suva mit dem New Case Management die Kosten dämpfen. Dieses gewährleiste in komplexen Fällen eine umfasende und intensive Betreuung der Versicherten. Die teuersten fünf Prozent der Unfälle verursachten schliesslich 80 Prozent der Kosten.

(fest/sda)

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