Suva sperrt Immobilien-Transaktionen
publiziert: Donnerstag, 15. Sep 2005 / 23:14 Uhr / aktualisiert: Freitag, 16. Sep 2005 / 00:41 Uhr

Lugano - Die Immobilienaffäre der Suva zieht weitere Kreise: Ein sechster Verdächtiger wurde verhaftet.

Die Suva habe laut Ulrich Fricker den Kauf und Verkauf aller Liegenschaften eingestellt.
Die Suva habe laut Ulrich Fricker den Kauf und Verkauf aller Liegenschaften eingestellt.
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Die Suva habe im ganzen Land den Kauf und Verkauf von Liegenschaften eingestellt, sagte Ulrich Fricker, Vorsitzender der Geschäftsleitung, gegenüber dem Tessiner Fernsehen TSI. Laut Fricker verwaltet die Suva Liegenschaften in einem Gesamtwert von mehr als drei Milliarden Schweizer Franken.

Zuvor war bekannt geworden, dass der Verkauf der umstrittenen Suva-Liegenschaften im Tessin durch die Staatsanwaltschaft auf unbestimmte Zeit blockiert wurde.

Pfusch oder Verbrechen?

Fricker kritisierte gegenüber dem Tessiner Fernsehen den ehemaligen Suva-Immobilienchef. Dieser oder der Experte, der die Evaluation der Suva-Immobilien vorgenommen habe, hätten unprofessionell gearbeitet oder seien bestochen worden. Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft werde Klarheit bringen.

Den beiden Hauptverdächtigen wird Bestechung, Betrug, Urkundenfälschung und ungetreue Amtsführung vorgeworfen: Der Immobilienhändler erwarb von der Suva mehrere Liegenschaften zu Preisen, die nach Einschätzung der Tessiner Staatsanwaltschaft deutlich unter dem Marktwert lagen.

Deckung der Machenschaften

Die vier übrigen Verdächtigen, die allesamt festgenommen wurden, sollen die Machenschaften der beiden mutmasslichen Haupttäter mit Scheinrechnungen und fiktiven Vermittlungsdiensten gedeckt haben. So auch ein 47-jähriger Tessiner, dessen Festnahme nun publik wurde.

Der ehemalige Kadermann der Suva wiederum bestreitet laut Tessiner Medien die Vorwürfe. Gegen alle Tatverdächtigen werde aufgrund von Indizien ermittelt, sagte Staatsanwältin Manuela Minotti Perucchi auf Anfrage.

(bert/sda)

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