Weltcup-Springen Willingen
Sven Hannawald setzt Siegesserie fort
publiziert: Samstag, 12. Jan 2002 / 17:15 Uhr / aktualisiert: Samstag, 12. Jan 2002 / 19:26 Uhr

Willingen - Sven Hannawald setzte seine Siegesserie nach dem grossartigen Tourneetriumph fort. In Willingen (De) siegte der Deutsche wie jüngst in Bischofshofen vor dem Finnen Matti Hautamäki.

Hautamäkis Landsmann Veli-Matti Lindström rehabilitierte sich nach seinen schlechten Tourneeleistungen mit Rang 3. Andreas Küttel (Einsiedeln) erreichte als einziger Schweizer den Final um kam auf Rang 22. Der im Training schwer gestürzte Simon Ammann konnte am Samstag das Spital verlassen.

Sven Hannawald, der als erster Springer überhaupt an der Vierschanzentournee alle vier Konkurrenzen für sich hatte entscheiden können, schaffte es trotz des grossen Rummels um ihn, seine Form zu konservieren und sprang erneut «svenomenal». Mit Weiten von 141,5 und 148 m segelte der 27-jährige Schwarzwälder zu seinem 12. Weltcupsieg. Er reihte auch als erster dritter Springer nach Andreas Goldberger und Adam Malysz fünf Siege hintereinander. «Vor dieser Kulisse zu springen war einfach phänomenal. Ich habe es richtig genossen», sagte «Hanni», der vor einer Rekordkulisse von 40 000 Zuschauern zu seinem mittlerweile schon legendären Jubel ansetzen konnte. In einem schwierig zu leitenden Wettkampf -- der Schnee in der Spur wurde «faul», und der Aufwind kam und ging -- hatte die Jury Mühe mit dem Bestimmen der Anlauflänge. Der Final musste zweimal neu begonnen werden. «Ich wusste nicht mehr, was ich tun sollte», sagte der sonst souveräne Technische Delegierte Pekka Hyvärinen aus Finnland. «Ich muss aber der Jury ein Kompliment machen, sie hat trotzdem noch einen guten Wettkampf hinbekommen», sagte Sven Hannawald.

Matti Hautamäki zeigte sich mit dem zweiten Rang zufrieden, nicht aber mit dem ersten Sprung. «Der war nicht so gut, aber der zweite war nahezu perfekt», sagte der 20-Jährige aus Kuopio, der im Final wie Hannawald auf 148 m hinuntersegelte. Nachdem er in der Vierschanzentournee nur einmal Weltcuppunkte geholt hatte, zeigte sich Junioren-Weltmeister Veli-Matti Lindström wieder von seiner besten Seite. «Ich bin sehr glücklich, dass mir hier so ein Resultat gelungen ist.» Die Finnen wie auch die Deutschen verfügten über sehr schnelle Ski, was im ersten Durchgang von Bedeutung war, weil die Spur immer schneller wurde. Speedmässig nicht bei den Topleuten war der zweifache Weltcup-Gesamtsieger Martin Schmitt, der trotzdem nach dem ersten Durchgang nach einem Flug auf 142 m vor Hannawald geführt hatte. «Er kam verdreht vom Tisch», sagte sein Heimcoach Wolfgang Steiert zum zweiten missglückten Satz auf 113,5 m, der Schmitt auf Rang 18 zurückfallen liess.

Küttel macht jetzt Pause

Zu seinem Strahlen wieder zurückgefunden hat Andreas Küttel, der am Ende 22. wurde, nachdem er vor dem ersten Abbruch des Final sogar mit einer Rangierung unter den Top 15 hatte liebäugeln können. «Ich spürte schon vor dem Absprung, dass der Ski wieder mehr zieht», sagte der Einsiedler. Er und auch Sylvain Freiholz (35.) hatten ihre Rossignol-Ski mit einer Metallklinge abgezogen. Damit liefen die Fluggeräte auch wieder besser. Küttel wird jetzt die Springen in Zakopane, Hakuba und Sapporo auslassen und sich auf die Olympischen Spiele vorbereiten. «Ich brauche diese Wettkampfpause, weil auch nach Salt Lake City noch wichtige Wetttkämpfe anstehen. Deshalb ist jetzt ein gutes Konditionstraining wichtig. Freiholz und Marco Steinauer (48.), der noch eine Finalplatzierung braucht, um in den USA dabei zu sein, starten sicher in Zakopane.

(kil/sda)

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