«Sehr wechselhafte Situation»
Swiss - Flüge nach Tel Aviv für weitere 24 Stunden ausgesetzt
publiziert: Donnerstag, 24. Jul 2014 / 07:17 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 24. Jul 2014 / 20:44 Uhr
Flugverbot für US-Maschinen aufgehoben
Flugverbot für US-Maschinen aufgehoben

New York - Die Lufthansa und damit ihre Tochtergesellschaft Swiss werden auch am Freitag nicht nach Israel fliegen. Sämtliche Flüge von Swiss, Lufthansa, Germanwings, Austrian Airlines und Brussels Airlines nach Tel Aviv würden annulliert, teilte die Lufthansa am Donnerstag mit.

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Insgesamt seien 16 Flüge aus Zürich, Frankfurt, München, Köln, Wien und Brüssel betroffen. Die Sicherheit der Kunden habe höchste Priorität, heisst es in der Mitteilung.

Lufthansa anerkenne die Bemühungen Israels, den Tel Aviver Flughafen Ben Gurion zu schützen. "Sobald der Schutz nachweislich gewährleistet ist, werden wir den Flugbetrieb wieder aufnehmen", teilte die Lufthansa mit. Betroffene Kunden können ihre Flüge kostenlos umbuchen oder sich den Ticketpreis rückerstatten lassen.

Wegen eines Raketentreffers in der Nähe des Ben-Gurion-Flughafens am Mittwoch hatten verschiedene Fluggesellschaften ihre Verbindungen mit dem Flughafen von Tel Aviv für Donnerstag annulliert.

Allerdings hob die US-Luftfahrtbehörde FAA am Donnerstag das Flugverbot nach Israel wieder auf. Wie die FAA bekanntgab, darf der Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv seit 05.45 Uhr (MESZ) am Donnerstag wieder von US-Airlines angeflogen werden. Auch der britische Billigflieger Easyjet kündigte die Wiederaufnahme des Flugbetriebs nach Israel ab Freitag an - unter anderem von Genf aus.

Fast zeitgleich wurden über dem Grossraum Tel Aviv wieder fünf aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen abgefangen. Die Hamas teilte mit, sie ziele weiter auf den Flughafen bei Tel Aviv.

Kämpfe gehen weiter

Eine Woche nach Beginn der israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen werden die Kämpfe immer verlustreicher. Am Donnerstag wurden mindestens 51 Palästinenser getötet, unter ihnen viele Zivilisten, wie die örtlichen Rettungsdienste mitteilten.

Die Zahl der Toten im Gazastreifen stieg seit Beginn der israelischen Militäroffensive am 8. Juli bislang auf 746. 4640 Palästinenser wurden bei den Kämpfen verletzt. Auf israelischer Seite starben bisher mindestens 32 Soldaten und drei Zivilisten.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu liess keine Bereitschaft zu einer Einstellung der Kampfhandlungen erkennen. "Wir treiben unsere Operationen in Gaza mit voller Kraft voran, in der Luft und am Boden", sagte er vor einer Kabinettssitzung.

Bei einem israelischen Granatenangriff auf eine von der UNO betriebene Schule in Beit Hanun im nördlichen Gazastreifen starben am Donnerstag nach palästinensischen Angaben mindestens 17 Menschen. Ausserdem seien mehr als 200 Menschen verletzt worden.

Unter den Toten seien Frauen, Kinder und UNO-Mitarbeiter gewesen, gab UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon am Donnerstag in einer in New York veröffentlichten Erklärung bekannt. Ban "verurteilte" den Angriff auf das Gebäude im Norden des Gazastreifens "scharf". Nach UNO-Angaben sind bisher mindestens 141'000 palästinensische Flüchtlinge in über 80 Schulen des UNO-Hilfswerks für Palästinenser (UNRWA) untergekommen.

(bert/sda)

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