Swiss-Geschäftsleitung fordert Abstimmung über Piloten-GAV
publiziert: Donnerstag, 15. Aug 2002 / 16:56 Uhr

Basel - Die Fluggesellschaft Swiss drängt auf eine rasche Beilegung des Konflikts mit den ehemaligen Crossair-Piloten. Der Pilotenverband Swiss Pilots ist aufgefordert worden, die Mitglieder über den Gesamtarbeitsvertrag abstimmen zu lassen.

Swiss-Verwaltungsratspräsident Pieter Bouw und CEO André Dosé sind am Mittwoch mit dem Vorstand der Swiss Pilots zu einem Gespräch zusammengetroffen, wie die Swiss mitteilte. Dem Vorstand der Swiss Pilots sei eine Frist bis zum 15. September gesetzt worden, um den modifizierten Basis-GAV zu ratifizieren und zu unterzeichnen.

Sollte die Frist ungenutzt verstreichen, kämen nur noch Verhandlungen auf der Basis des bis 2005 gültigen CCP-GAV in Frage, schreibt die Swiss. Damit würden den ehemaligen Crossair-Piloten bessere Karrieremöglichkeiten verbaut und das Ziel eines integrierten Pilotencorps wäre schwieriger zu erreichen.

Bei den Swiss Pilots zeigt man allerdings keine Absicht, den Mitgliedern den GAV zur Abstimmung vorzulegen. Derzeit führe der Verband zwar eine Abstimmung unter den Mitgliedern durch, es handle sich dabei aber um eine Grundsatzabstimmung über die Richtung, welche die Gewerkschaft künftig einschlagen soll, sagte Swiss-Pilots-Vorstandsmitglied Martin Gutknecht auf Anfrage.

Geklärt werden soll bei dieser Abstimmung, ob Swiss Pilots bei den Verhandlungen auf die Vorschläge des Swiss-Managements eingehen oder weiterhin den «legalen Weg» einschlagen und die absolute Gleichstellung im Europasegment fordern soll. Die Abstimmung unter den rund 900 Mitgliedern des Verbands soll bis Ende August dauern.

(ms/sda)

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