Swiss Re leidet unter «Katrina»
publiziert: Montag, 12. Sep 2005 / 16:19 Uhr

Zürich - «Katrina» kostet die Swiss Re mehr als doppelt so viel als bisher angenommen.

Katrina bringt nicht nur Swiss Re grosse Ausgaben.
Katrina bringt nicht nur Swiss Re grosse Ausgaben.
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Bis zu 1,2 Mrd. Dollar wird der Rückversicherer vermutlich für versicherte Schäden bezahlen müssen. Bisher lagen die Schätzungen bei 500 Mio. Dollar.

Die Schadenschätzungen für den Hurrikan «Katrina» und die Überflutung von New Orleans steigen weiter an und haben inzwischen astronomische Höhen erreicht.

Die auf Risikoanalysen spezialisierte Firma Risk Management Solutions (RMS) hat ihre jüngste Gesamtschadenschätzung von 100 Mrd. auf mehr als 125 Mrd. Dollar erhöht.

RMS geht davon aus, dass von dieser Summe 40 bis 60 Mrd. Dollar auf private Versicherungen entfallen werden.

Keine Exakten Schätzungen

Exakte Schadensschätzungen bleiben schwierig. Swiss Re geht inzwischen von Schäden für die gesamte Versicherungswirtschaft von rund 40 Mrd. Dollar aus.

Bisher waren rund 20 Mrd. Dollar veranschlagt worden. Aufgrund der Neueinschätzung wurde der «Eigenanteil» der Swiss Re mehr als verdoppelt.

Der Zürcher Rückversicherer Converium schliesst eine höhere Schadenbelastung durch «Katrina» nicht aus.

«Wenn die Schätzungen für den gesamten Marktschaden hochgehen, werden auch wir erhöhen müssen, sagte Converium-Manager Benjamin Gentsch an einer Branchenkonferenz in Monte Carlo.

Bisher rechne Converium mit einem versicherten Gesamtschaden von 25 Mrd. Dollar.

Beim weltgrössten Rückversicherer Münchener Rück wackelt wegen »Katrina« das Jahresziel. Es stehe, sei aber nun schwieriger zu erreichen, sagte Konzernchef Nikolaus von Bomhard in Monte Carlo.

(rr/sda)

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