Swiss mit Halbjahresverlust von 447 Mio. Franken
publiziert: Montag, 16. Sep 2002 / 14:44 Uhr / aktualisiert: Montag, 16. Sep 2002 / 18:19 Uhr

Basel - Die Fluggesellschaft Swiss hat im ersten Halbjahr ihres Bestehens einen Verlust von 447 Mio. Fr. eingeflogen. Dies ist ein Drittel weniger als im Businessplan vorgesehen. Auch das Umsatzziel hat Swiss klar übertroffen.

Statt der geplanten 1,209 Mrd. Fr. habe Swiss einen Umsatz von 1,754 Mrd. Fr. erzielt, teilte die Fluggesellschaft in Basel weiter mit. Schätzungen waren zunächst von einem Verlust von lediglich 340 Mio. Fr. ausgegangen. Der im letzten Jahr ausgearbeitete Business-Plan sieht für das Gesamtjahr ein Defizit von 1,1 Mrd. Fr. vor.

Theoretisch hätte sich Swiss also in den ersten sechs Monaten einen Verlust von 550 Mio. Fr. leisten können. Dies insbesondere auch weil das zweite Halbjahr erfahrungsgemäss ertragreicher ist.

Bei der Lösung der Personalprobleme ist die Swiss einen Schritt weiter gekommen: Die Verhandlungsdelegationen der Swiss und der kapers (Vereinigung des Kabinenpersonals) haben den neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterzeichnet. Die beiden Parteien hätten in allen entscheidenden Punkten eine Einigung erzielt, schreibt die Swiss in ihrem Communiqué.

Weniger Glück hat die Swiss hingegen bei ihren Verhandlungen mit der Organisation der ehemaligen Crossair-Piloten (Swiss Pilots). Swiss Pilots hat am Sonntag Mitternacht das Ultimatum der Swiss für eine Zustimmung zum neuen GAV ungenutzt verstreichen lassen. Statt mit einem Ja reagierte Swiss Pilots mit einer erneuten Klage beim Basler Schiedsgericht.

Swiss Pilots beschuldigt die Swiss in ihrer erneuten Klage, gegen das Mitte Juli gefällte Urteil des gleichen Schiedsgerichts verstossen zu haben. Dieses hatte eine Ungleichbehandlung der ehemaligen Crossair-Piloten im Vergleich zu den ehemaligen Swissair-Piloten festgestellt.

(ba/sda)

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