Swisscom unterliegt im Bieterstreit
publiziert: Donnerstag, 31. Mrz 2005 / 08:29 Uhr

Bern/Prag - Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat offenbar den Wettstreit um die zum Verkauf stehende Kapitalmehrheit an der tschechischen Cesky Telecom für sich entschieden. Die Swisscom will ihr Angebot nicht erhöhen.

Telefonica hat umgerechnet 4,27 Mrd. Franken geboten.
Telefonica hat umgerechnet 4,27 Mrd. Franken geboten.
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Wie die Swisscom mitteilte, hat die Telefonica das höchste Angebot eingereicht. Der tschechische Steuerungsauschuss habe der Regierung empfohlen, das Telefonica-Angebot für den 51,1 Prozent-Anteil an Cesky zu berücksichtigen.

Am Mittwochabend hatte der tschechische Finanzminister Bohuslav Sobotka angekündigt, er werde seiner Regierung die Annahme des Angebots der Spanier über 82,6 Mrd. Kronen (rund 4,27 Mrd. Fr.) oder 502 Kronen je Aktie empfehlen.

Angebot weit über Schlusskurs der Cesky-Aktie

Das Angebot liegt um 25,5 Prozent über dem Schlusskurs der Cesky-Aktie am Mittwoch an der Börse in Prag. Es bestehe eine gute Chance, dass die Regierung die Telefonica-Offerte bei der nächsten Kabinettssitzung am 6. April akzeptieren werde, sagte Sobotka.

Nach eigenen Angaben hatte die Swisscom pro Aktie 481.50 Kronen geboten. Dieser Preis entspreche dem Maximum, das aus Sicht der Swisscom-Aktionäre gerechtfertigt werden könne, hiess es dazu aus der Schweiz.

(fest/sda)

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