Swissgrid schafft umstrittene Fachkommissionen ab
publiziert: Freitag, 31. Okt 2008 / 08:20 Uhr / aktualisiert: Freitag, 31. Okt 2008 / 15:28 Uhr

Bern - Die grossen Stromkonzerne haben künftig weniger Einfluss auf die Netzgesellschaft swissgrid. Die umstrittenen Fachkommissionen, in welchen ihre Vertreter sitzen, werden per sofort abgeschafft.

Unabhängige Netzgesellschaft? (Symbolbild)
Unabhängige Netzgesellschaft? (Symbolbild)
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Dies habe der Verwaltungsrat am Donnerstag beschlossen, sagte swissgrid-Sprecherin Monika Walser gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Bisher seien die Anträge der Geschäftsleitung vorgängig von den Fachkommissionen geprüft und beurteilt worden.

Deren Meinung sei dann den Verwaltungsräten zusammen mit den Anträgen der Geschäftsleitung unterbreitet worden.

Künftig würden die Anträge höchstens noch dem zuständigen Ausschuss des Verwaltungsrats vorgängig vorgelegt, sagte Walser.

Reaktion auf Kritik

Das Stromversorgungsgesetz schreibt vor, dass die Mehrheit von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung von der Stromwirtschaft unabhängig sein müssen. Die Fachkommissionen dagegen sind im Gesetz nicht vorgesehen. In ihnen sassen ausschliesslich Mitglieder der grossen swissgrid-Aktionäre BKW, Atel, EOS, CKW, EGL, ewz, RE und NOK.

Mit ihrer Abschaffung reagiert swissgrid auf die Kritik von Wirtschaft und Politik, dass die Aktionärsunternehmen zu viel Einfluss auf swissgrid ausübten.

Nicht zuletzt wegen der Fachkommissionen hat der Bundesrat bisher auch die Statuten von swissgrid nicht genehmigt. Erst am Freitag hatte auch die WEKO gerügt, dass die Verflechtung von Netzgesellschaft und Stromkonzernen in diesen Gremien zu Interessenkonflikten und zu einer Wettbewebsverzerrung führe.

(bert/sda)

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