Symbolischer Friedensvertrag für Nahost ausgehandelt
publiziert: Montag, 13. Okt 2003 / 18:41 Uhr / aktualisiert: Montag, 13. Okt 2003 / 19:16 Uhr

Jerusalem - Mit einem symbolischen Friedensvertrag haben israelische und palästinensische Politiker sowie Friedensaktivisten eine dreitägige Konferenz in Jordanien beendet. Das Treffen wurde von der Schweiz logistisch und finanziell unterstützt.

Der israelische Regierungschef Ariel Scharon.
Der israelische Regierungschef Ariel Scharon.
Das Abkommen mache die israelische Rechte wütend, titelte die unabhängige Tageszeitung Haaretz. Das Blatt zitierte auch den israelischen Regierungschef Ariel Scharon, wie er dem Dokument jegliche Chance abspricht, als seriöse Grundlage für Verhandlungen zu dienen.

Bei den israelischen Teilnehmern handle es sich um politische Randfiguren, sagte Israels Bildungsminister Limor Livnat im öffentlichen Radio. Sie seien Spielzeug von Palästinenserpräsident Jassir Arafat.

Schimon Peres, früherer israelischer Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger, wollte sich als Führer der Arbeitspartei zum Treffen und zum Abkommen nicht äussern. Auch aus der palästinensischen Autonomiebehörde gab es keine Stellungnahmen.

Der Entwurf für die Friedensvereinbarung wurde von der israelischen Presse Genfer Dokument genannt, weil die Unterzeichnung Anfang November in der Rhonestadt stattfinden soll. Die Schweiz habe logistische und finanzielle Unterstützung an das Treffen geleistet, sagte Micheline Calmy-Rey, Vorsteherin des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

Nach israelischen Medienberichten wird in dem Genfer Dokument von Israel die Rückgabe von 95 Prozent der 1967 eroberten Gebiete gefordert, insbesondere von Ost-Jerusalem. Auf palästinensischer Seite müsste auf die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge verzichtet werden.

(bert/sda)

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