UNO-Sicherheitsrat
Syrien-Erklärung einstimmig verabschiedet
publiziert: Mittwoch, 21. Mrz 2012 / 15:55 Uhr
Ban Ki Moon hatte die internationale Gemeinschaft aufgerufen, im Syrien-Konflikt «mit einer Stimme» zu sprechen.
Ban Ki Moon hatte die internationale Gemeinschaft aufgerufen, im Syrien-Konflikt «mit einer Stimme» zu sprechen.

New York - Nach monatelangem Streit hat sich der UNO-Sicherheitsrat auf eine Erklärung zu Syrien geeinigt. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen forderte in einer einstimmig angenommenen Präsidentiellen Erklärung von allen Seiten, das Feuer sofort einzustellen.

5 Meldungen im Zusammenhang
«Der Sicherheitsrat ist tief besorgt über die sich verschlechternde Situation, die sich zu einer ernsten Menschenrechtskrise und humanitären Notlage entwickelt hat», heisst es in der Erklärung. Dem Syrien-Beauftragten der UNO und der Arabischen Liga, Kofi Annan, sprach der Rat sein volles Vertrauen aus.

Eine Präsidentielle Erklärung liegt von der Bedeutung unterhalb einer Resolution und kann keine Strafen enthalten. Die Einstimmigkeit gilt aber als deutliches Signal und könnte den Druck auf Damaskus erhöhen.

Allerdings hatte es schon im August eine Präsidentielle Erklärung des Rats gegeben, die das Regime ignoriert hatte. Eine Resolution wurde bisher von den Vetomächten Russland und China verhindert. Syrien ist ein wichtiger Verbündeter und Waffenkunde Russlands.

Appell von Ban

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte die internationale Gemeinschaft aufgerufen, im Syrien-Konflikt «mit einer Stimme» zu sprechen. Die Krise drohe gewaltige Auswirkungen auf die Region und die Welt zu haben, warnte er.

«Wir wissen nicht, wie sich die Ereignisse entwickeln. Aber wir wissen, dass wir alle eine Verantwortung haben, für eine Lösung dieser schweren und extrem gefährlichen Krise zu arbeiten», sagte Ban am Mittwoch in Jakarta.

Die UNO habe drei Prioritäten, erklärte Ban, der sich derzeit auf Asien-Reise befindet. Dazu gehörten ein sofortiges Ende der Gewalt, ein politischer Dialog zwischen allen Parteien sowie humanitäre Hilfe für die notleidenden Syrer.

Offensive des Regimes

Die syrischen Regierungstruppen nahmen unterdessen zwei grosse Vororte von Damaskus unter schweren Panzerbeschuss. Die Aussenbezirke Harasta und Irbin waren Aktivisten zufolge schwerem Artilleriebeschuss sowie Flugabwehrgeschützen ausgesetzt.

Auch im Osten des Landes setzten die Truppen des Regimes ihre Offensive fort. Sie rückten in die Protesthochburg Deir as-Saur an der Grenze zum Irak vor, wie die oppositionelle Freie Syrische Armee der Deserteure erklärte. In den vergangenen Wochen haben Truppen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad bereits Kontrolle über die Stadt Idlib und zuvor über das lange umkämpfte Viertel Baba Amro in der Stadt Homs eingenommen.

(bert/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel - Der Menschenrechtsrat hat ... mehr lesen
41 Staaten im UNO-Menschenrechtsrat stimmten für die Resolution.
Der Frau von Baschar al-Assad soll die Einreise in die EU verboten werden.
Brüssel - Die EU will die Sanktionen gegen Syrien verschärfen und nimmt dabei die Frau von Staatschef Baschar al-Assad ins Visier. Asma al-Assad sollen Reisen und Einkaufstouren in die ... mehr lesen
New York - Die Abstimmung über ... mehr lesen
Der UN-Sicherheitsrat in New York.
Der russische Aussenminister Sergej Lawrow.
Kairo - Während die Gewalt in Syrien unvermindert anhält, kommt Bewegung ins Ringen um einen Beschluss im UNO-Sicherheitsrat. Russland signalisierte seine Bereitschaft zu ... mehr lesen
Der UNO Witz des Jahres
Man kriegt ja Bauchschmerzen vor Lachen bei dieser Meldung.

Die Sicherheitskommission der UNO...

Es ist doch so einfach. Hätte Syrien Resourcen, die für den Westen gesichert werden müssen, wären die "Alliierten" längst einmarschiert, bzw. hätten das Regime weggebombt.

Und noch was: Warum stört es eigentlich Niemanden, dass die Netanjahu Regierung klammheimlich Syriens Despot unterstützt und hofft das er an der Macht bleibt, weil man den Status Quo erhalten will, nachdem schon der "Freund" Israels Mubarak abgetreten worden ist?
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 11°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 12°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 14°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 11°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 15°C 24°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Nebel
Genf 15°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten