IS-Vormarsch
Syrien-Flüchtlinge erhalten vorerst doch weiter UNO-Lebensmittel
publiziert: Freitag, 5. Dez 2014 / 21:02 Uhr
Schock - Staatengemeinschaft gibt nicht genug Geld für die Versorgung der Flüchtlinge - 1,7 Millionen müssten den Hungertod sterben.
Schock - Staatengemeinschaft gibt nicht genug Geld für die Versorgung der Flüchtlinge - 1,7 Millionen müssten den Hungertod sterben.

Genf - Nach dem Alarmruf der UNO kann die Versorgung von 1,7 Millionen syrischen Flüchtlingen vorerst doch weitergeführt werden. Seit dem Start der Spendenkampagne des Welternährungsprogramms (WFP) seien binnen 24 Stunden 21,5 Millionen Dollar eingegangen.

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Um bis Ende des Jahres Lebensmittelmarken an die in die Türkei sowie nach Libanon, Jordanien und Ägypten geflüchteten Syrer verteilen zu können, fehlten aber weitere 42,5 Millionen Dollar, sagte eine WFP-Sprecherin am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Das WFP hatte am Montag die Lebensmittelversorgung vorerst gestoppt, weil kein Geld mehr da war. Am Mittwoch hatte die UNO-Organisation dann ihre Internetkampagne «Ein Dollar - ein Leben» (#ADollarALifeline) gestartet.

Mehr als 10'000 Spender - von Einzelpersonen über Unternehmen bis hin zu Regierungen - reagierten. Die UNO-Spendenaktion läuft noch bis zum Samstag 9 Uhr weiter. Doch ausreichend Geld wird bis dahin nicht zusammenkommen.

Hunderttausenden droht der Hungertod

Für den gesamten Winter werden für die Flüchtlinge im Bürgerkriegsland und in den Nachbarländern 353 Millionen Dollar benötigt, sagte die Sprecherin. Seit Beginn des Bürgerkriegs im März 2011 wurde mehr als die Hälfte der Syrer aus ihrer Heimat vertrieben.

Die als gemässigt geltende syrische Opposition zeigte sich am Freitag geschockt, dass die Staatengemeinschaft nicht genug Geld für die Versorgung der Flüchtlinge gibt. Ein Stopp der Nahrungsmittelhilfe komme «einem Hinrichtungsbefehl nahe», sagte der Präsident der Syrischen Nationalen Koalition, Hadi al-Bahra, in Kopenhagen.

1,7 Millionen Menschen müssten dann den Hungertod sterben. Und 60 Prozent der Betroffenen seien Frauen und Kinder. «Wir als Syrer verstehen nicht, wie die Staatengemeinschaft unter ihren Augen 1,7 Millionen Menschen verhungern lassen kann.»

(jbo/sda)

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