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Syrien-Resolution ist geplatzt
publiziert: Samstag, 4. Feb 2012 / 21:17 Uhr
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Hillary Clinton ist empört über das Veto von Russland und China.
Hillary Clinton ist empört über das Veto von Russland und China.

Nikosia - Trotz neuer Berichte über Dutzende Tote allein in einer Nacht zuvor bleibt der Weltsicherheitsrat in der Syrien-Krise auch weiterhin stumm. Mit einem Doppelveto brachten Russland und China am Samstag eine von einer breiten Mehrheit unterstützte Resolution zu Fall.

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Die anderen Staaten zeigten sich entsetzt. «Wir haben so viel versucht, um einen Kompromiss zu finden», sagte Marokkos UNO-Botschafter Mohammed Loulichki. Er hatte den von Arabern und Europäern unterstützen Entwurf vorgelegt und auf russisches Drängen immer wieder abgeschwächt.

US-Aussenministerin Hillary Clinton zeigte sich empört über das Veto Russlands und Chinas: «Es ist Zeit, dass wir uns erklären: Sind wir für Frieden und Sicherheit oder werden wir Komplizen bei fortgesetzter Gewalt und Blutvergiessen sein?» Sie sei enttäuscht über das Doppelveto: «Ich möchte Sie fragen: Was müssen wir denn noch wissen, um im UNO-Sicherheitsrat entschlossen zu handeln?»

Ähnliche äusserte sich der britische Aussenminister William Hague. Es stelle sich die Frage, «wie viele Menschen noch sterben müssen, bis Russland und China dem UNO-Sicherheitsrat erlauben zu handeln». Anstatt die syrische Bevölkerung zu unterstützen, hätten die beiden Vetomächte sich auf die Seite des «brutalen Regimes» von Syriens Präsident Baschar al-Assad gestellt, beklagte Hague.

2 gegen 13

Russland und China wehrten sich gegen die Vorwürfe; «Wir bedauern diesen Ausgang», sagte Russlands Botschafter Witali Tschurkin. «Aber dieser Entwurf war unausgewogen.» Russland habe einen Kompromiss finden wollen. «Aber diese Versuche wurden von Ländern unterlaufen, die zu viel wollten, sogar einen Regimewechsel.»

Chinas Botschafter Li Baodong forderte ein Ende der Gewalt, sagte aber auch: «Die Ordnung in Syrien muss so schnell wie möglich wieder hergestellt werden.» Syriens Souveränität müsse unangetastet bleiben.

Russland und China haben bislang jede Kritik am Waffenkunden Syrien unterdrückt. Vor genau vier Monaten hatten beide Staaten schon einmal ihr Veto gegen eine Syrien-Resolution eingelegt, wurden dabei aber noch von einigen anderen Staaten unterstützt. Diesmal stimmten alle 13 anderen Länder für die Resolution.

Blutigste Kämpfe seit Beginn des Aufstandes

Unmittelbar vor der Abstimmung im Weltsicherheitsrat erlebte das Land die blutigsten Kämpfe seit Beginn des Aufstandes vor elf Monaten. Bei einem stundenlangen Beschuss von Wohnvierteln mit Panzer- und Mörsergranaten waren in der Rebellenhochburg Homs mindestens 260 Menschen getötet und weitere 1000 verletzt worden, wie Aktivisten aus der belagerten Stadt berichteten.

(bg/sda)

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Die UNO
dient den Interessen der Siegermächte aus dem II. WK, die sie auch zu diesem Zweck gegründet hatten. Vorab also den Interessen der USA/GB und Ex-UdSSR, etwas weniger F und schliesslich Chinas, nachdem man 1971 Taiwan rausgeworfen und durch "Kontinental-China" ersetzt hatte.

Das Veto-Recht wurde eingeführt, um: "...zu verhindern, dass eine Ratsmehrheit Beschlüsse fassen kann, die den vitalen Interessen einer Grossmacht widersprechen.."
Dies sagt eigentlich schon alles darüber, WEM die Beschlüsse letztendlich zu dienen haben.

Die Finanzierung erfolgt durch Mitgliederbeiträge, wobei sich natürlich Nutzniesser USA um die Zahlungen weitgehend futiert. Ist ja auch kein Inkassobüro da, um die offenen Rechnungen einzutreiben.

Eine wunderbare Schwatzbude, ein Hort der Korruption, in der ein Land einfach Mitglied sein MUSS; schliesslich will man ja irgendwohin seine alternden, aber noch mit Sendungsbewusstsein ausgestatteten Ex-Stars unter den Politikern abdetachieren können.

Wie schön, dass wir kürzlich in einem Anfall von Volksverblödung auch noch beigetreten sind. Das sollte gefeiert werden.
Ich denke NEIN, liebe Heidi
Aber dies haben leider nicht wir zu bestimmen. Die UNO ist jetzt halt so organisiert und das Vetorecht wurde wohl, denke ich, in einer Zeit kreiert, wo die USA, F und GB ein lebhaftes Interesse daran hatten, dass sie selbst im Notfall so eine Notbremse hätten ... Auch falsch - letztlich, meine ich.

Aber heute, da reden weitere zu den "zivilisierten" Mächten aufgeückte Staaten mit und einige davon wollten auch das Vetorecht haben ...! So zumindest meine ich dies zu wissen ...

Die UNO an sich, die hat ihren Platz erhalten, wenn auch nicht allzu wirksam, aber dennoch kann sie hie und da wirkungsvoll intervenieren! Aber die UNO müsste weitere Kompetenzen erhalten, die ausschliesslich ihr Privileg würden ... Was ja kaum geschehen wird, weil zuviele Einzel- oder Gruppeninteressen wohl dagegen sind ...

Leider, auch, denke ich!
Eine schreckliche Sache, obwohl . . .
. . . die Russen und Chinesen wenigstens zu ihren Verbündeten halten. Loyalität, die wir von unseren Scheinverbündeten (USA, GB oder EU) nie erwarten dürften. Interessanterweise wird das Veto immer dann ignoriert wenn es darum geht, dass Amerika (mit Israel und den Alliierten einen Moslemstaat angreifen möchten (siehe Afghanistan, Irak oder demnächst der Iran). Da muss man sich doch die Frage stellen, wem denn diese UNO dient und wer sie letztlich finanziert.
Die üblichen
Verdächtigen. Schwerkriminelle liefern anderen Schwerkriminellen Waffen. Russland, China, USA : Wenn es um Waffenexporte geht, haben alle denselben Dreck am Stecken.

Dieser Schwätzerverein UNO ist absolut nichts wert.
mir fehlen die Worte
... die zu viel wollten, sogar einen Regimewechsel.

Vielleicht sollte die UNO, falls sie noch glaubwürdig sein will, mal darüber nachdenken und diskutieren, ob es Vetomächte (dazu gehören ebenfalls die USA, F und GB) überhaupt noch geben darf.
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