Vorwurf der UNO-Kommissarin
Syrien: Verbrechen gegen die Menschlichkeit
publiziert: Freitag, 27. Jul 2012 / 13:38 Uhr
Navi Pillay.
Navi Pillay.

Washington - Die UNO-Kommissarin für Menschenrechte Navi Pillay wirft den Konfliktparteien Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Sie zeigte sich alarmiert über die Eskalation der Kämpfe, vor allem in Damaskus und Aleppo. Aus beiden Städten gebe es zahlreiche Berichte über Grausamkeiten.

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In der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo stünden massive Kämpfe zwischen Soldaten und Rebellen bevor. Die Soldaten von Präsident Baschar al-Assad versuchten, «das Gebiet zu räumen», erklärte die UNO-Menschenrechtskommissarin am Freitag in Genf.

Man könne ein Muster erkennen: Assad versuche, die von Rebellen kontrollierten Gebiete durch massiven Beschuss, den Einsatz von Panzern und Durchsuchungen Haus für Haus zurückzugewinnen.

Zivilbevölkerung schützen

Obschon der Schluss, dass in Syrien Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen begangen würden, nur durch ein Gericht gezogen werden könne, sei sie überzeugt, dass aufgrund von gesammelten Zeugnissen aus verschiedenen glaubwürdigen Quellen dies zutreffe, heisst es in der schriftlichen Erklärung Pillays.

«Diejenigen, die sie begehen, dürfen aber nicht glauben, dass sie der Gerechtigkeit entkommen könnten». Die Welt werde die Verbrechen nicht vergessen und auch nicht entschuldigen. Dies gelte sowohl für die Kräfte der Opposition, als auch für die Regierungsstreitkräfte. Beide Seiten rief sie auf, die Regeln des humanitären Völkerrechts einzuhalten und die Zivilbevölkerung zu schützen.

(bg/sda)

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