UNO erhebt schwere Vorwürfe gegen Syrien
Syrien begeht laut UNO-Kommissarin Verbrechen gegen Menschlichkeit
publiziert: Montag, 18. Jun 2012 / 14:34 Uhr / aktualisiert: Montag, 18. Jun 2012 / 16:14 Uhr
Laut Navi Pillay begeht Syrien ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Laut Navi Pillay begeht Syrien ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Genf - Mit dem schweren Beschuss syrischer Städte begeht das Regime in Damaskus nach UNO-Einschätzung Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, forderte das Regime auf, «sofort die Verwendung schwerer Geschütze und den Beschuss bewohnter Gebiete zu beenden».

7 Meldungen im Zusammenhang
«Diese Handlungen stellen Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar und möglicherweise auch Kriegsverbrechen», sagte Pillay am Montag in Genf zu Beginn der Sommersitzung des UNO-Menschenrechtsrats.

Die Situation in Syrien verschlechtere sich weiter, das Leid der Zivilbevölkerung habe zugenommen. Sie forderte sowohl Regierung als auch Rebellen auf, die Menschenrechte nicht weiter zu verletzen.

Auch die internationale Staatengemeinschaft nahm sie in die Pflicht: «Ich rufe die internationale Gemeinschaft auf, ihre Meinungsunterschiede zu überwinden und die Menschenrechtsverletzungen in Syrien zu beenden», sagte Pillay.

Moskau schickt Kriegsschiffe nach Tartus

Nach einem Medienbericht bereitet Russland die Entsendung zweier Kriegsschiffe in den syrischen Hafen Tartus vor. Die Marinesoldaten könnten im Notfall die Sicherheit russischer Bürger gewährleisten und Militärmaterial abziehen, meldete die Nachrichtenagentur Interfax.

Die Landungsschiffe «Nikolai Filtschenkow» und «Zesar Kunikow» würden für den Einsatz vorbereitet, berichtete Interfax unter Berufung auf einen Offizier im Generalstab der russischen Marine.

Der Hafen Tartus ist seit der Sowjetzeit ein Stützpunkt der russischen Marine. Der Hafen hat als einzige russische Basis im Mittelmeer eine grosse strategische Bedeutung für Moskau.

Russland gilt als wichtiger Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und liefert Waffen an das Land. Wegen des blutigen Konflikts in Syrien fürchtet Russland den Verlust des Stützpunktes.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Jerusalem - Bei seinem ersten Nahost-Besuch seit sieben Jahren hat der russische Präsident Wladimir Putin den Atomstreit mit ... mehr lesen
Wladimir Putin ist in Israel zu Besuch.
Barack Obama. (Archivbild)
Los Cabos - Erstmals seit seiner erneuten Amtsübernahme ist Russlands Präsident Wladimir Putin im mexikanischen ... mehr lesen
Damaskus - Zwei Monate nach Beginn haben die UNO-Beobachter in Syrien ihre Mission vorerst abgebrochen. Der Einsatz werde ... mehr lesen
Kofi Annan (l.) und Robert Mood bekräftigen den Entscheid.
Robert Mood sieht Blauhelme in Syrien gefährdet.
Washington - Der Leiter der UNO-Beobachtermission in Syrien (UNSMIS), Robert Mood, hat vor einer Zuspitzung des ... mehr lesen
Kairo - Das Regime in Syrien greift laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation «Human Rights Watch» (HRW) im ... mehr lesen
Häftlinge würden regelrecht missbraucht. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Für den Bericht haben Amnesty-Mitarbeiter mehr als 200 Interviews mit Angehörigen geführt.
London - Tötungen, Folter und zerstörte Häuser: Amnesty International hat neue ... mehr lesen
New York - Die Schweiz hat am Freitag den UNO-Sicherheitsrat aufgefordert, die jüngsten Geschehnisse in Syrien vom ... mehr lesen
Schweizer UNO-Botschafter Alexandre Fasel.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen ... mehr lesen   1
Die NATO sei weiterhin an einem Dialog mit Russland interessiert.
Titel Forum Teaser
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2823
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -4°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Basel -2°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
St. Gallen 5°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Bern -6°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern -4°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Genf -1°C 4°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Lugano 2°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten