Syrien lehnt ausländische Grenzschützer ab
publiziert: Sonntag, 10. Sep 2006 / 08:27 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 10. Sep 2006 / 23:06 Uhr

Damaskus - Syrien lehnt eine Stationierung ausländischer Grenzwächter an der syrisch-libanesischen Grenze weiterhin ab. Eine Unterstützung durch EU-Fachleute wird von der Regierung in Damaskus allerdings nicht ausgeschlossen.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad telefonierte mit Prodi.
Der syrische Präsident Baschar al-Assad telefonierte mit Prodi.
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Bei einem Telefongespräch des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad mit dem italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi sei eine mögliche «technische Assistenz» für die syrischen Grenzschützer einschliesslich des Trainings besprochen worden, meldete die syrische Nachrichtenagentur Sana.

Prodi sagte am Rande des EU-Asien-Gipfels in Helsinki, dass die Europäer lediglich «technische Unterstützung» an der syrisch-libanesischen Grenze leisten wollten. «Es handelt sich um europäische Beamte ohne Uniform und ohne Waffen», sagte Prodi. Zunächst müssten jedoch noch technische Probleme überwunden werden.

Eine Erklärung Prodis vom Samstag, wonach Assad in dem Telefonat auch eine Stationierung von EU-Grenzschützern akzeptiert habe, war von Damaskus umgehend zurückgewiesen worden. Einzelheiten über die Zusammenarbeit solle in den kommenden Tagen beim Besuch einer EU-Delegation in Damaskus besprochen werden.

Italien soll im kommenden Jahr das Kommando über die verstärkte UNO-Truppe im Libanon (UNIFIL) übernehmen. Israel hatte den Einsatz internationaler Truppen an der Grenze gefordert und gewarnt, sonst könnte der Konflikt mit der radikal-islamischen Hisbollah im Streit um Waffenschmuggel wieder aufflammen.

(bert/sda)

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