Syrien stellt Rückzug aus dem Libanon in Aussicht
publiziert: Mittwoch, 2. Mrz 2005 / 07:03 Uhr / aktualisiert: Freitag, 11. Mrz 2005 / 18:23 Uhr

Damaskus - Der syrische Präsident Baschar el Assad hat angeblich einen Truppenabzug aus dem Libanon in Aussicht gestellt. Der Rückzug werde möglicherweise schon in den nächsten Monaten erfolgen, wurde Assad vom US-Magazin Time zitiert.

Baschar el Assad gibt anscheinend dem Druck nach.
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Gespräche mit dem UNO-Sonderbeauftragten Terje Roed-Larsen seien noch in diesem Monat vorgesehen, schrieb das Time-Magazin unter Berufung auf Assad. Einen genauen Zeitplan habe der Präsident nicht genannt.

Offizielle Kreise in Damaskus wiesen den Bericht zurück und verwiesen auf das Abkommen von Taif, dem zufolge ein endgültiger Abzug zwischen Syrien und Libanon ausgehandelt werden solle.

USA erhöht den Druck weiter

Die USA verstärkten unterdessen ihren Druck auf Syrien. Aussenministerin Condoleezza Rice warf Damaskus vor, den Nahen Osten zu destabilisieren. Syrien müsse die strategische Entscheidung treffen, ob es ein negativer Faktor bleiben wolle, sagte Rice in einem Gespräch mit arabischen Journalisten in London.

Sie verlangte erneut den Abzug der syrischen Truppen aus dem Libanon. Syrien müsse ausserdem seine Unterstützung für den Terrorismus beenden, der darauf abziele, den Palästinensern eine bessere Zukunft auf der Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung mit Israel zu verweigern.

Rice hat Terrorbeweise

In einem Interview mit dem US-Sender ABC sagte Rice, die USA verfügten über Belege, dass die militante Palästinensergruppe Islamischer Dschihad von Syrien aus an der Planung des Bombenanschlages in Tel Aviv beteiligt war.

Es gibt einen klaren Beweis, dass der palästinensische Islamische Dschihad in Damaskus nicht nur von dem Angriff wusste, sondern in die Planung eingebunden war, sagte Rice. Syrien habe deshalb eine Menge von Fragen zu beantworten.

Ein Selbstmordattentäter hatte sich am vergangenen Freitag vor einem Nachtclub in der israelischen Küstenstadt Tel Aviv in die Luft gesprengt und vier Menschen mit in den Tod gerissen. Etwa 50 Menschen wurden verletzt.

(fest/sda)

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